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Wie in jedem neuen Jahr rangiert der Vorsatz abzunehmen ganz vorne in der Liste gesunder Taten für den eigenen Körper. Abnehmen wird höchstens von dem Vorsatz übertroffen, mit dem Rauchen aufzuhören. Das Internet bietet scheinbar eine unerschöpfliche Quelle an beeindruckenden und ungewöhnlichen Tipps und Tricks. Eine ganze Industrie verdient ihr Geld mit der Sehnsucht, wenigstens ein paar Kilo des so genannten „Hüftgoldes“ wieder los zu werden.

Im Fernsehen werden Prominente vorgeführt, die es angeblich geschafft haben, mit einer ganz bestimmten Methode abzunehmen, endlich ihre „Traumfigur“ erreicht zu haben. Im Zentrum steht dabei immer wieder die Vorstellung einer Balance zwischen aufgenommener  und verbrauchter Energie. Fast immer steht dabei im Vordergrund die Vision, durch eine zeitlich befristete Diät die angefressenen Pfunde wieder los zu werden. Danach passt dann das alte Kleid oder die alte Lieblingshose wieder. Dies gelingt jedoch in den meisten Fällen nicht. Frust und Selbstvorwürfe machen sich breit. Das Ende des Planes vom Abnehmen sind dann weitere zusätzliche Kilos, die sich nach der Diät, fast über Nacht, wieder ansetzen.

Dies muss nicht sein. Es gibt einen Weg, wirklich und dauerhaft abzunehmen und dieses Gewicht auch zu halten. Mit einigen Ratschlägen will ich helfen, einen Weg in die richtige Richtung zu weisen. Den Wert einer Diät oder eines Ernährungstipps kann man anhand von drei Fragen prüfen, die ich kurz vorstellen möchte.

1. Erfolgreich abnehmen: Gibt es Referenzen für die Diät?

Bevor man sich für die eine oder andere Diät entscheidet, sollte man die Referenzen prüfen. Wer hat diese Diät tatsächlich erfolgreich umgesetzt? Wer empfiehlt sie und wie sieht der Körperbau des Beraters aus? Alleine mit der Klärung dieser Fragen kann man schon eine große Menge der empfohlenen Diäten in die Mülltonne aussondern.

Für die Evaluation meiner Empfehlungen biete ich ein aktuelles Neujahrsfoto meines Körperbaus als Referenz an. Vor zwei Jahren wog ich 85 Kilo und war „griffig“ gebaut. Trotz bewußter Ernährung und wöchentlichen Joggings legte ich Jahr für Jahr ein Kilo zu. Es schien geradezu schicksalhaft, älter zu werden und dabei ganz allmählich zu verfetten. Mit einer eigenen Diät konnte ich innerhalb von zwei Monaten  20 Kilo abnehmen und habe mein neues Gewicht von ca. 65 Kilogramm seitdem gehalten.

erfolgreich abnehmen mit der Cyano-Diät

Meine Referenz: Felix Cyano mit 11,8% Körperfett

 

Dass meine Vorstellungen abzunehmen erfolgreich sind, kann ich mit meiner körperlichen Konstitution belegen.  Die Körperfettwaage bescheinigt mir einen Fettgehalt von 11,8% und das – leider – ohne großartige körperliche Aktivitäten.

Prominente, renommierte Forschungsinstitute, Wissenschaftler und staatliche Institutionen geben Ratschläge über gesunde Ernährung. Ihre Autorität scheint einen Beweis der Richtigkeit ihrer Behauptungen nicht zu benötigen. Ich meine, dass sie es erst recht beweisen müßten. So behauptet das Bundesinstitut für Risikobewertung in einem Artikel über Gummibärchen, der tägliche Konsum von 500 Gramm Zucker sei gesundheitlich unbedenklich. Dieses Beispiel macht deutlich, wer im Land die staatliche- und öffentliche Meinung maßgeblich für seine eigenen Interessen zu manipulieren weiß.

In der Werbung verkündet die Stimme aus dem Off, begleitet von Bildern einer am Strand entlang schwebenden Frau mit einem kleinen fetten Mops, schon morgen eine Bikinifigur zu ermöglichen. Der anschließende dickliche Apotheker, der ein Produkt aus seinem Geschäft anpreist, macht den Widerspruch aus Versprechen und Realität offensichtlich.

Authentisch wäre, wenn ein Diätmittel-Konzern die Wirksamkeit seiner Produkte anhand des Körperbaus seiner Vorstandsmitglieder nach einer Diät aus dem eigenen Hause nachweisen würde. Ein dünnes Modell für sich herum hopsen zu lassen, halte ich als Beleg für ungeeignet.

Ein mopsiger Guru oder Ernährungsberater kann ein charismatischer und brillanter Redner sein, von erfolgreichem Abnehmen weiß er genau so viel wie die Jungfrau vom Kinder gebären.

2. Erfolgreich abnehmen: Kostet es Geld?

Abnehmen kostet kein Geld. Pillen, Getränke, Pulver oder Kalorienzählpläne machen dick, nämlich die Taschen ihrer Hersteller. Dünn machen sie eher die Geldbörsen Gutgläubiger, als dass sie Fettzellen leeren würden.

Sicher ist es motivierend, sich Gleichgesinnten anzuschließen. Dafür muss man sich aber keinem Verein und keiner Sekte anschließen. Das Internet bietet genügend kostenlose Foren, in denen man sein Diättagebuch anlegen und mit anderen teilen kann. Diese Foren bieten zugleich einen Überblick über das Schicksal anderer Dickerchen und ihren erfolgreichen oder auch erfolglosen Verfahren, ihre Pfunde purzeln zu lassen. Schließlich wird auch hier die ganze Bandbreite guter Ratschläge für einen schlanken Körper abgebildet. So kann man zügig die verschiedenen Ratschläge und deren Umsetzung in der Relität evaluieren.

Bei www.abnehmen.net habe ich eine Zeit lang beraten. Das Portal bietet ein Forum mit Tagebuchfunktion.

3. Erfolgreich abnehmen: Was wird empfohlen und was verteufelt?

Was für das Abnehmen geboten und was verboten ist, erscheint endlos, unübersichtlich und widersprüchlich. Erstes Ausschlusskriterium sollte die Frage sein, ob man auch nach einem halben Jahr noch bereit wäre, sich so zu ernähren. Die tägliche Diätpampe in den drei „leckeren Geschmacksrichtungen“ hängt einem früher oder später zu den Ohre heraus. Neben dem, was man essen darf, sollte sich auch ein Blick auf die Dinge richten, die nicht erlaubt sind. Was ist also der Preis fürs Schlank sein und ist man auch bereit, ihn jederzeit zu zahlen?

Wer sich über Monate für ein paar Kilo quält und dann aufgibt wird schockiert darüber sein, wie schnell das abgeschmolzene Fett wieder drauf ist, plus Zinsen.

Mit einer guten Diät entdeckt man eine neue Welt der Geschmäcker und Speisen. Die neue Kost sollte ohne Kalorien zählen und asketische Entsagung auskommen. Die Ernährungsumstellung soll vielseitig sein, Spaß machen und gut schmecken.

Die Läden sind inzwischen randvoll mit als „gesund“ angepriesenen Produkten. Von den Etiketten lockt es mit „gesund“, „fettreduziert“ und „bio“. Gerade die Marketingstrategie „BIO“ erreicht die gut betuchten und höher gebildeten Konsumenten und ist inzwischen auch erfolgreich bei den Discountern angekommen. Was „Bio“ ist, ist gesund, ein Beweis muss nicht angetreten werden. Absurder Weise entscheidet dann das Zertifikat, welcher Bio-Himmel erklommen werden kann. Aber auch der härteste Biobauer muss seine Äpfel mit Kupfer spritzen. Kupfer ist dann etwas Natürliches, natürlich.

In meiner Ernährung habe ich den Konsum von Kohlenhydraten so weit wie möglich reduziert. Ich ernähre mich möglichst von Eiweiß und pflanzlichen Ölen. Ganz oben in der Streichungsliste stand der Zucker und zuckerhaltige Speisen und Getränke. Zucker, ob ordinärer raffinierter Haushaltszucker oder naturbelassener  brauner Bio-Rohrzucker, treibt sofort den Zuckerspiegel im Blut nach oben. Diese Enegrieexplosion im Blut kann der Körper nur mit Hilfe von Insulin sofort in Fett an Bauch und Hüften verwandeln. Es sei denn, man würde nach jedem Schokoriegel drei Kilometer durch den Wald joggen.

Zucker ist die Form von Kohlenhydraten, die im Körper am einfachsten und schnellsten verdaut wird. Zucker verursacht aber auch eine Freßsucht. Denn genau so schnell wie der Blutzuckerspiegel anstieg, genau so schnell sinkt er auch wieder. Aber gerade dieses schnelle Absinken verursacht Heißhunger, der sich im Abstand von ca. zwei bis drei Stunden nach dem Zuckerkonsum einstellt. Diesem Heißhunger dauerhaft widerstehen zu können, ist übermenschlich. Der Lust nach Süßem nach zu geben heißt also immer, sich später mit Heißhunger herumquälen zu müssen. Ich könnte das nicht.

Aus dem Zucker-Teufelskreis kann man nur durch Verzicht auf Zucker entfliehen. Einmal für die Kenngröße „Kohlenhydratanteil“ in Lebensmitteln sensibilisiert wird man schnell bemerken, in wieviel Lebensmitteln Zucker verarbeitet wird. Es ist daher auf jeden Fall sinnvoll, auch bei „Bio-“ und „gesund“ deklarierten Produkten auf das Etikett zu sehen. Zucker wird inzwischen bei fast allen vorverarbeiteten Nahrungsmittel zugesetzt. Zucker ist der Ersatz für das lebensgefährliche Nitrierpökelsalz. Zucker ist aber auch Geschmacksersatz für fettreduzierte Lebensmittel.

Besondere Vorsicht gilt den scheinbar eindeutig gesunden und zuckerfernen Lebensmittel.In laktosefreier Milch ist der Milchzucker in Zucker gewandelt. So steht das Label „laktosefreie Milch“ für gezuckerte Milch. Im KAISERS und bei EDEKA wird ein Stevia-Pulver angeboten, das jedoch mit Maltodextrin versetzt ist.

 

Stevia - Etikettenschwindel


Stevia – Etikettenschwindel

 

Mit Stevia wird gesüßt, um den Konsum leicht verfügbarer Kohlenhydrate (mit hohem glykämischen Index) bewußt einzuschränken. Geradezu kontraproduktiv ist daher die Rezeptur, Stevia-Pulver mit einem geschmacksneutralen Zucker-Stärke Gemisch mit einem hohen glykämischen Indexwert zu versetzen. Denn das macht garantiert dick, in welcher Menge auch immer. Auf einem amtlich anmutenden Qualitstgütesiegel wird dann außerdem noch damit geprahlt, kein Aspartam zu enthalten. Aspartam wird jedoch – im Gegensatz zu Maltodextrin – vom menschlichen Körper nicht verdaut.

Erfolgreich abnehmen – meine Empfehlungen

Zucker und andere leicht verdauliche Kohlenhydrate machen dick. Sie machen dick, obwohl man dreimal die Woche joggen geht. Sie erzeugen zugleich eine Sucht, wieder und wieder essen zu müssen. Leicht verdaulich ist aber auch aufgeschlossene Stärke. Sie wird im Körper in Zucker und Traubenzucker aufgespalten und ist so noch energiereicher. Stärke wird nicht so schnell verdaut wie der Zucker. Das gibt dem Körper zumindest eine Chance, die aufgenommene Energie in Leistung zu verarbeiten. Aber auch hier wird der nicht verarbeitete Blutzucker gnadenlos in Körperfett verwandelt.

Stärke ist besonders viel und leicht verdaulich in Mehlspeisen, Gebäck, Reiswaffeln, Popkorn, Kartoffelprodukten verfügbar. Gekochte, geblähte, gebackene, gemahlene und gedünstete stärkehaltige Körner werden vom Körper schnell und effizient verdaut. Stärkehaltige Körner, das sind Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais, Dinkel und andere modische Getreidearten. Die beliebte Bio-Reiswaffel ist ein Dickmacher wie der Milchreis. (Wikipedia zum Thema, wie Stärke „unverdaulicher“ gemacht werden kann, Montignac: guter Beitrag über Stärke)

Vertretbar und in zivilen Mengen sind schwer verdauliche Kohlenhydrate mit hohem Ballaststoff-Anteil. Ein gutes Beispiel ist der Reis. Gebrochener Reis (Milchreis) und gepuffter Reis bieten große Oberflächen, gut verdaut zu werden. Im Gegensatz dazu steht ein knapp gegarter langkörniger Reis, der sogar noch mit Verdauungsbremsen, wie Curcuma zubereitet wurde. Ein so zubereiteter Reis ist eine gesunde Ergänzung im Ernährungsplan.

Ohne Limit können grüne Blattpflanzen, wie Salate verspeist werden. Fettarmes Fleisch, Geflügel und Fisch sind ebenfalls ohne Limit erlaubt. Hervorragend geeignet sind auch Brokkoli, grüne Gurken, und anderes stärke- und zuckerarmes Gemüse. In zivilen Mengen ist möglich saures Obst erlaubt.

Den kompletten Ernährungsplan mit vielen Tipps und Hintergrundinformationen habe ich hier beschrieben:

Wie schnell abnehmen
Zucker, das süße Gift
Süßstoff als Zuckerersatz
Eine eigene Rubrik gibt es für Rezepte mit denen man abnehmen kann und die mit ihren Geschmacksmischungen köstlich und ungewöhnlich munden.

Vielleicht gibt es andere Methoden, erfolgreich und dauerhaft abnehmen zu können. Meine Ernährungsempfehlungen rutschen nicht durch das das Raster der drei oben gestellten Fragen. Wobei die Beantwortung der dritten Frage immer nur eine individuelle Antwort sein kann. Ich empfehle, es einfach auszuprobieren. Verlieren kann man dabei nur seine überschüssigen Pfunde.

 

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Das Low-Carb-Rezept Spargel-Mangold-Ingwer Pfanne zuzubereiten, dauert nur wenige Minuten und ist ein Rezept für die gesunde Küche. Heraus kommt eine gesunde Speise, die auch verwöhnte Gaumen verzücken läßt. Und so geht es.

Low-Carb-Rezept Spargel-Mangold-Ingwer Pfanne

Low-Carb-Rezept Spargel-Mangold-Ingwer Pfanne

Spargel-Mangold Pfanne

Zutaten: Rinderhackfleisch, frischer gelber Spargel, Mangold, Ingwer, Leinsamen, Knoblauchzehen, Rapsöl, Ziegenkäse, Muskatnuß

Zunächst das Öl in die Pfanne geben und die Leinsamen bei sanfter Hitze etwas vorrösten. Wird die Pfanne zu warm, springen di Leinsamen aus der Pfanne. Knoblauch hinzufügen und und de ätherischen Öle durch leichtes Braten auslösen. Ingwer in dünne Scheiben schneiden und hinzufügen, ebenfalls etwas anrösten.

Jetzt das Hackfleisch (oder eine andere leckere Zutat) hinzufügen und schön kross anbraten.
Jetzt den halbfingerlang geschnittenen Spargel dazu geben. Zum Schluss den Mangold vom Stil her zerschneiden. Die weißen Stilteile werden in kleine Würfel  1 x1 cm zerschnitten und hinzugefügt. Salzen, alles gut vermischen und die Musktnuß hinzufügen. Simmern lassen.Zum Schluss die grünen Blätter des Mangolds in feine Streifen schneiden und zusammen mit dem bröseligen Ziegenkäse unterrühren. Alles noch einmal erhitzen bis der Ziegenkäse beginnt zu zerlaufen.Kurz abkühlen lassen – bon Appetit.

Dazu passt dieses Glasnudelrezept

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Vom Fruchtgummi, dem Bundesinstitut für Risikobewertung und die Wahrheit über den Dickmacher Gummibärchen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung mit der Inquisition zu vergleichen, scheint auf den ersten Blick ein absurdes Unterfangen zu sein. Wie sehr sich beide Institutionen jedoch ähneln, soll dieser Text veranschaulichen.
Die Inquisition wurde oft als Institution beschrieben, die mit äußersten Methoden die Pflege der reinen Lehre organisiert: Aufspüren von Ketzern, Nachweis ketzerischer Tätigkeit, Gemeindeschutz durch Liquidierung gefährdender Elemente. Grundlage  ihrer Legitimation sind die reine Lehre und die absolute und endgültige Wahrheit. Ziel ist der Schutz der Gemeinde vor dem Bösen. Die Methoden der Durchsetzung entsprechen dem Grad der Bedrohung. Am bekanntesten ist die Inquisition des Heiligen Stuhls in Rom. Sie wird heute tendenziell negativ eingestuft: menschenverachtende Methoden (Folter), Auslöschen ganzer Bevölkerungsgruppen (Hexen/Kräuterweiber/Alchemisten). In modernen Demokratien – so scheint es – existieren derartige Instanzen nicht mehr. Scheinbar?Heutige Inquisition läuft viel subtiler und in längeren Prozessen ab. Ein gutes Beispiel für eine moderne Inquisition ist das BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung – und Nachfolger des Gesundheitsamtes.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung ist eine Einrichtung des BMELV

Das Bundesinstitut für Risikobewertung ist eine Einrichtung des BMELV

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung ist im Besitz der reinen Lehre, denn es glaubt zu wissen was Gesundheit ist und was Gesundheit gefährdet. Auf dieser Grundlage deklariert sie Stoffe als Gesund bzw. gesundheitsgefährdend ein. Als staatliche Institution mit einem wissenschaftlichen Korpus verfügt es über die nötige gesellschaftliche Autorität, um geächtete Substanzen aus dem Alltagsleben dauerhaft und endgültig zu entfernen. Auf den ersten Blick scheint das Bundesinstitut für Risikobewertung eine gute Einrichtung zu sein, die ihre Gemeinde vor dem Bösen schützt.

Was aber wäre, wenn sie Gesundes als Ungesundes und Ungesundes als Gesundes deklariert? Was wäre wenn ihre absolute und endgültige Wahrheit auf falschen Axiomen basiert?  Die Wirkung auf die Gemeinde wäre fatal, sie würde sich mit ungesunden Stoffen umgeben und sie für gesund halten. Die Gemeinde würde krank werden und letztendlich aussterben. Und genau das geschieht in diesem Institut.

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Vom Fruchtgummi, dem Bundesinstitut für Risikobewertung und die Wahrheit über den Dickmacher Gummibärchen

Die Inquisition wurde oft als Institution beschrieben, die mit äußersten Methoden die Pflege der reinen Lehre organisiert: Aufspüren von Ketzern, Nachweis ketzerischer Tätigkeit, Gemeindeschutz durch Liquidierung gefährdender Elemente. Grundlage  ihrer Legitimation sind die reine Lehre und die absolute und endgültige Wahrheit. Ziel ist der Schutz der Gemeinde vor dem Bösen. Die Methoden der Durchsetzung entsprechen dem Grad der Bedrohung. Am bekanntesten ist die Inquisition des Heiligen Stuhls in Rom. Sie wird heute tendenziell negativ eingestuft: menschenverachtende Methoden (Folter), Auslöschen ganzer Bevölkerungsgruppen (Hexen/Kräuterweiber/Alchemisten). In modernen Demokratien – so scheint es – existieren derartige Instanzen nicht mehr. Scheinbar?Heutige Inquisition läuft viel subtiler und in längeren Prozessen ab. Ein gutes Beispiel für eine moderne Inquisition ist das BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung – und Nachfolger des Gesundheitsamtes.

Das BfR ist eine Einrichtung des BMELV

Das BfR ist eine Einrichtung des BMELV

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung ist im Besitz der reinen Lehre, denn es glaubt zu wissen was Gesundheit ist und was Gesundheit gefährdet. Auf dieser Grundlage deklariert sie Stoffe als Gesund bzw. gesundheitsgefährdend ein. Als staatliche Institution mit einem wissenschaftlichen Korpus verfügt es über die nötige gesellschaftliche Autorität, um geächtete Substanzen aus dem Alltagsleben dauerhaft und endgültig zu entfernen. Auf den ersten Blick scheint das Bundesinstitut für Risikobewertung eine gute Einrichtung zu sein, die ihre Gemeinde vor dem Bösen schützt.

Was aber wäre, wenn sie Gesundes als Ungesundes und Ungesundes als Gesundes deklariert? Was wäre wenn ihre absolute und endgültige Wahrheit auf falschen Axiomen basiert?  Die Wirkung auf die Gemeinde wäre fatal, sie würde sich mit ungesunden Stoffen umgeben und sie für gesund halten. Die Gemeinde würde krank werden und letztendlich aussterben. Und genau das geschieht in diesem Institut.

Bundesinstitut für Risikobewertung und der Fruchtgummi

Ein Beispiel. Das Bundesinstitut für Risikobewertunghat eine Stellungnahme zum Thema Fruchtgummi: Fitmacher oder Dickmacher“ herausgegeben. Das Fazit liest sich wie die Beschwichtigungen der Zuckerindustrie zum Thema Zuckerkonsum. Überragende intellektuelle leuchtturmgleiche Erklärungen zum Zuckerstoffwechsel wurden von mir fett hervorgehoben.

Der Vergleich der durchschnittlichen Energiegehalte von 100 g Fruchtgummi (300-400 kcal) mit dem von 100 g Milchschokolade (536 kcal), 100 g Hartkaramellen (391 kcal), 100 g Keksen (498 kcal) oder 100 g Dragees mit Schokoladenüberzug (372 kcal) zeigt, dass der Energiegehalt von Fruchtgummi dem anderer Süßwaren ähnelt. Der einzige Unterschied besteht in der Verteilung der Makronährstoffe: Während Süßwaren normalerweise neben einem hohen Zuckergehalt auch einen erheblichen Fettgehalt aufweisen, besteht Fruchtgummi praktisch nur aus Kohlenhydraten und enthält kein Fett.  Da Fruchtgummi in der Regel kein Fett enthält, hält das BfR Werbung mit dem Hinweis auf eine fettfreie Süßigkeit für überflüssig bzw. unter Umständen für den Verbraucher irreführend, denn Übergewicht ist vor allem eine Frage der Energiebilanz.

Andererseits ist mit Blick auf die mögliche dickmachende Wirkung einer hohen Kohlenhydratzufuhr von Fruchtgummi zu sagen, dass beim Menschen erst eine extrem hohe Zufuhr an Kohlenhydraten zu einer Netto-Fettsynthese (Lipogenese) führt (Minehira et al., 2004). Das heißt, dass bei praktisch fettfreier Ernährung die Oxidationskapazität für Glukose (ca. 500 g/d) überschritten und die Glykogenvorräte auf mindestens 500 g aufgefüllt sein müssten, bevor der Körper Kohlenhydrate in Fett umwandelt (Acheson et al., 1988). Biochemisch betrachtet ist dies dadurch begründet, dass Fett ohne große Umwandlungsprozesse im Fettgewebe eingelagert werden kann, während für die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett 20-25% der in Kohlenhydraten verfügbaren Energie verbraucht werden (Prewitt et al., 1991). Selbst bei massiver Überernährung mit Kohlenhydraten über einen Zeitraum von zehn Tagen konnte bei stoffwechselgesunden Menschen keine signifikante Lipogenese gemessen werden (Acheson et al., 1987).“
(http://www.bfr.bund.de/cm/343/fruchtgummi_fitmacher_oder_dickmacher.pdf)

Zucker wird bis zu einer täglichen Aufnahme von 500 Gramm vom BfR als gesundheitlich unbedenklich eingestuft und so den Fruchtgummis einen Persilschein ausgestellt. Erstaunlich nur, dass gegenwärtige Ernährungsbiologen zu ganz anderen Einschätzungen kommen. In New York wurde gerade der Verkauf von XXL-Softdrinks verboten, der Grund: über 60% der New Yorker sind adipös. Der Spiegel titelt in seiner aktuelle Ausgabe mit der Frage: Ist Zucker eine Droge die noch gefährlicher ist als Nikotin und Alkohol? Davon scheinen die Herren Professoren im BfR nichts zu wissen.

Wie ein Zuckersuchtkranker selbst sein Maß finden soll, läßt das Bundesinstitut für Risikobewertung im Dunkeln. Fruchtgummis werden sofort verstoffwechselt und der Blutzuckerspiegel steigt an. Vollkommen unabhängig davon, ob deser Zucker sofort zu Bauchfett verarbeitet wird oder nicht, mit dem Sinken des Blutzuckerspiegels kehrt der „kleine Hunger“ zurück. Bei schnell verdauten Zuckerprodukten sind das ca. zwei Stunden. Spätestens dann muss die nächste Zuckerquelle für einen erneuten raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels sorgen. Das ist der Zuckerhexenkreis und damit verdient die Süßwarenindustrie Milliarden. Und der angefressene Zucker wird mit Insulin direkt in weißes Bauchfett verwandelt. Vielleicht sollte sich das BfR aktuellere Forchungsergebnisse ansehen und nicht  schon 1987 fragwürdige Befunde zitieren.

So darf Herr Gottschalk weiter gute Laune bei seinen Bärchen-Werbespots verbreiten und Muttis haben ein gutes Gefühl wenn sie ihren Lieben einen kleinen Goldbären zur Belohnung in die Schnute schieben. Nur aufpassen sollte man – so laut BfR  – dass nicht zu viele gefährliche Vitamine und Zusatzstoffe beigemengt wurden. Oh glückliches Land, das seine Bevölkerung mit derartigen Institutionen schützen kann.

Dummer Weise sieht die Praxis, trotz BfR-Heiligsprechung des Zuckers anders aus. Deutsche Kinder verfetten zusehends und immer früher. Die Zahl adipöser Erkrankungen nimmt exponentiell zu und sorgt dafür, dass sich bereits Kinder Insulin spritzen müssen. Die stetige Verfettung mit den Lebensjahren wird inzwischen als ganz normaler biologischer Prozess angesehen. Selbstverständlich steigt der BMI im Alter an. Was mit 15 noch als übergewichtig gilt, ist mit 50 ein gesunder Mittelwert. So stehen die beiden Großinquisitoren Hensel und Wittkowski nicht im Verdacht, Wasser zu predigen und Wein zu saufen. Ihre Leibesfülle verweist darauf, dass sie selbst auch an die Zucker-Lehre ihres Institutes glauben.

Mediale Rezeption – BILD Dir Deine Meinung

Zu welch aberwitzigen Rückschlüssen die Kollegen in den Redaktionen kommen, nachdem sie sich über die ganze Wahrheit der Risiken von Fruchtgummis durch das Bundesinstitut für Risikobewertung informiertensoll hier dokumentiert werden:

„Wer beim Naschen trotzdem ein besseres Gewissen haben möchte, der kann zum Beispiel auf die bunten Bären aus Fruchtsaft zurückgreifen. Die enthalten zwar genauso viel Zucker, ihre Kalorien machen ebenso dick, dafür haben diese Tierchen aber keine künstlichen Farbstoffe. Einige Fruchtgummis kommen sogar ohne künstliche Aromen aus. Bei denen sorgt allein der Saft für Farbe und Geschmack.“ (Quelle: ZUCKER, GELATINE, FARBSTOFFE. Die Wahrheit über den Dickmacher Gummibärchen, http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/wahrheit/sind-gummibaerchen-gesund-und-ohne-fett-5769242.bild.html)

Unverständlich am BILD-Beitrag ist lediglich, warum sie keine BIO-Fruchtgummibärchen empfehlen. Zucker scheint besser zu schmieren.

 

Professor Dr. Reiner Wittkowski - Vizepräsident des BfR

Professor Dr. Reiner Wittkowski – Vizepräsident des BfR (wahrscheinlich leidenschaftlicher Kohlenhydrat-Konsumist)

Professor Dr. Dr. Andreas Hensel - Präsident des BfR

Professor Dr. Dr. Andreas Hensel – Präsident des BfR

Der Dank und ein Halleluja für diese Studie geht ferner an die aktuellen Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates des BfR.

Goldbeerenkonsumenten

Tom und Lena (zwei leidenschaftliche Goldberenkonsumenten) bedanken sich ganz lieb beim BfR für die wissenschaftliche Betreuung ihrer Ernährungsgewohnheiten.

Prof. Dr. Georg F. Backhaus Präsident des Julius-Kühn-Instituts (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Quedlinburg
Prof. Dr. Reinhard Böhm Universität Stuttgart-Hohenheim, Institut für Umwelt- und Tierhygiene
Prof. Dr. Dr. Hermann
F. Bolt Technische Universität Dortmund, Leibnizinstitut für Arbeitsforschung
Prof. Dr. Gerhard Eisenbrand Technische Universität Kaiserslautern, Institut für Lebensmittelchemie und Umwelttoxikologie
Prof. Dr. Karsten Fehlhaber Universität Leipzig, Institut für Lebensmittelhygiene
Prof. Dr. Johanna Fink-Gremmels Universität Utrecht, Fakultät Tiermedizin, Institut für Veterinary Pharmacology, Pharmacy and Toxicology
Prof. Dr. Markus Fischer Direktor Institut für Lebensmittelchemie der Hamburg School of Science
Prof. Dr. Gerhard Flachowsky Friedrich-Löffler-Institut (FLI) – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für Tierernährung, Braunschweig
Prof. Dr. Gerd Gigerenzer Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung für den Forschungsbereich Adaptives Verhalten und Kognition, Berlin
Prof. Dr. Andrea Hartwig Karlsruher Institut für Technologie Institut für Angewandte Biowissenschaften, Abteilung Lebensmittelchemie und Toxikologie
Prof. Dr. Monika Schäfer-Korting Freie Universität Berlin, Institut für Pharmazie
Prof. Dr. Roger Stephan Universität Zürich, Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygien

Siehe auch Cyanos Artikel zum Thema Zucker

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Die westliche Zivilisation ist verblüfft. Jenseits des eisernen Vorhangs wurde eine Heilmethode neu entdeckt und in umfangreichen wissenschaftlichen Studien belegt, das Heilfasten. Diese Methode steht konträr zu allen Vorstellungen der modernen Medizin. Sie ist sehr preiswert und macht jeden Apotheker arm. Dennoch ist sie universell gegen alle menschlichen Gebrechen wirksam. Konsumaskese heilt, das ist die Botschaft des Antichristen in der modernen Konsumwelt.

Hier geht es zu einer umfangreichen Dokumentation von ARTE über das „klinische Heilfasten“: Fasten und Heilen.

Bewußt abzunehmen oder gar zu Heilfasten heißt immer, gegen den Hungertrieb zu bestehen. Zur simplen Befriedigung des stärksten Triebes überhaupt – dem Freßtrieb – gesellt sich beim Kulturmenschen der Genußtrieb. Beide Triebe bilden  ein seltenes Gespann aus parasympathischer- und sympathischer Triebrichtung: essen und belohnen. Das Es und das Überich locken zur Speis. Verstärkend kommt das mütterliche Belohnungssystem mit Süßwaren als anerzogener Pawlowscher Reflex auf Belohnung und süß hinzu.

Und selbst glaubensbedingte Diätgebote werden von innigen Anhängern spitzfindig als Kavaliersdelikt umgangen. Ein Moslem fastet bis die Sonne untergegangen ist. Damit wird jedoch der Sinn des Glaubensgebotes ad absurdum geführt. Alle Heilslehren kennen das Gebot des Fastens. Das Wissen um den tieferen Sinn dieses Gebotes ist jedoch verloren gegangen

Aber auch gesund lebende Hobbysportler schließen Kompromisse und die Nascherei mit mehr Sport und Öko-Food kompensiert. Zurück bleiben ein schlechtes Gewissen und ein langsam verfettender Körper.

Diäten, Abnehmseminare, Öko-Food, Wundersteine usw. erweisen sich langfristig bilanziert als ungeeignet. Lebensalter kann so heute leicht anhand der Kilos Übergewicht gemessen werden. Der BMI wandert gutmütig mit den Jahren mit und toleriert zunehmend kleine Fettrollen.

Aber warum soll man eigentlich gegen diese totalitäre Übermacht bestehen wollen? Warum soll man sich so enthaltsam seinen Alltag mit Diätplänen verkomplizieren? In Foren publizierte Themen wie „Abnehmen macht sexy“ und „17 kg Übergewicht sind Geschichte“ zeugen von der Unzufriedenheit, vom Unwohlsein im eigenen Körper. Etwas rebelliert in einem. Ist der langsame Weg der Verfettung unaufhaltsam, wenn „man langsam in die Jahre kommt“?

 

Aufruf zum Heilfasten

Ich trete ab sofort in Askese und plane bis Ostern die Nahrungsaufnahme einzustellen. Ob es mir gelingt, wird sich zeigen. Bist Du spontan und mutig? Dann mache einfach beim vorösterlichen Heilfasten mit. Es kostet keinen Cent und Du kannst jederzeit aufhören. Deinen „Überbau“-Bedenkenträger schiebe einfach zur Seite. Du mußt auch nicht in die Berge fahren, Dich zu konditionieren. Beginne einfach hier und jetzt.

Warum? Es ist eine alte Tradition, mit dem Vollmond vor Ostern in die Askese zu treten, um zu Heilfasten. Diese Tradition fußt weniger auf religiösen Vorstellungen mondgläubiger Heiden. Vielmehr ist es ein Bestandteil ritualisierter Körperpflege der Heilslehre der ältesten bekannten Zivilisation. Letztendlich dient es dem Heil der Gemeinde, sprich der Gesunderhaltung des Körpers.

Die moderne Wissenschaft entdeckt gerade die Heilwirkung durch Nahrungsentzug. Mit Heilfasten behandelte Mäuse in der Chemotherapie haben mit einem mehrfachen Faktor höhere Heilungserfolge auf verschiedene Krebsformen als ihre normalfressenden Mäusepatienten. Bekannt ist der Begriff des „Heilfasten“. Kleine Kinder beginnen instinktiv mit Heilfasten und essen nichts mehr, wenn sie eine Krankheit beschleicht. Wenn kleine Kinder keinen Appetit haben weiß die Mama sofort, das Kind ist/wird krank. Aber anstatt es dann auch ein zwei Tage nichts essen zu lassen sorgt sich die Mutter und nötigt zur Nahrungsaufnahme. Jedes Tier heilt durch Nahrungsverzicht seine Krankheiten.

Nahrungsverzicht bedeutet viel mehr, als nur Gewicht zu verlieren. Nahrungsverzicht bedeutet auch, alle seine lieb gewonnenen Zipperlein wieder los zu werden. Hautprobleme, Gelenkschmerzen, nervöser Magen usw. verschwinden wie durch ein Wunder.

Auf der anderen Seite benötigt der moderne Endzeit-Industrie-Kulturmensch alle zwei Stunde eine Mahlzeit gegen den „kleinen Hunger“. Fest im Griff der Körpergefühle des abnehmenden Zuckerspiegels zeigt sich ein deutliches Suchtverhalten auf Kohlenhydrate.

Doch bereits nach 24 Stunden Enthaltsamkeit hört dieses Hungergefühl einfach auf und kommt auch nicht wieder. Bleibt Nahrung länger als 24 Stunden aus, beginnt zuerst die Leber ihr Fett abzubauen und als Energie in die Blutbahn zu spritzen. Von diesem Leberfett hat – so wette ich – hat Jeder und Jede in diesem Forum bis zu einem Kilo vorrätig. Damit kommt man schon eine Woche weiter. Unglücklicher Weise wird es aber erst ab diesem Zeitpunkt spannend. Der Körper stellt seine Ernährung vom Kohlenhydratstoffwechsel (Blutzucker-Insulin-Reigen) auf Ketose um. Die Leber bildet direkt aus weißem Fettgewebe Ketonkörper, die als neuer Energielieferant in die Blutbahn serviert werden. Überschüssige Ketone werden beim Urinieren entsorgt und lagern sich nicht wieder als Fettgewebe an – sexy durch pullern.

Den Sprung in die Ketose kann man selbst messen. Im Internet oder in der Apotheke gibt es Keto-Tests. Erstaunlicher Weise beginnt der Körper ab diesem Zeitpunkt nach Blumen zu duften, ein gutes Zeichen für die vollständige Entleerung der Leber.

Ich lade Dich ein, mitzumachen und freue mich auf Deine wundersamen Erfahrungen in einer Welt frei von permanenter Nahrungssuche. Die Sterne stehen günstig. Der Vollmond ist vorbei und der Ostervollmond steht vor der Tür. Es ist die beste Gelegenheit, sich auf den Weihnachtsvollmond 2012 und seine angehangenen Ereignisse vorzubereiten 😉

 Hier gibt es eine Reaktion auf Xing zu meinem Aufruf: 

 

Die WHO empfiehlt den BMI als Index zur Darstellung des weltweiten Übergewichtsproblems „The global epidemic of overweight and obesity – „globesity“ – is rapidly becoming a major public health problem in many parts of the world.“ http://apps.who.int/bmi/index.jsp

Unterhalb eines BMI von 18,5 wird ein menschlicher Körper heute offiziell als untergewichtig oder dünn eingestuft. In Deutschland hat man als Untergewichtiger bei der privaten Krankenkasse einen Risikoaufschlag zu zahlen. Übergewichtige (BMI > 25) hingegen haben keine Zuzahlung wegen gesundheitlicher Risiken für die Kasse zu zahlen. Gleichzeitig sind die Kosten für die Kassen die durch Übergewicht entstehen, die höchsten überhaupt. Platz Nummer eins nimmt die Behandlung von der Zuckerkrankheit und ihren Folgeerkrankungen ein. Dünne werden in Deutschland aufgrund ihrer körperlichen Konstitution diskriminiert. Dabei ist es gerade andersherum. Dünne sind seltener krank. Aber vielleicht ist der Risikoaufschlag der Krankenkassen für Dünne auch nicht wegen der Kosten für Krankheit als vielmehr wegen der deutlich höheren Lebenserwartung kalkuliert.

Dünne werden in der Öffentlichkeit als psychisch Kranke dargestellt (Schlankheitswahn). Am bekanntesten in diesem Zusammenhang ist die Hetzkampagne gegen dünne Modells. Diese Kampagne konnte den Erfolg verbuchen, dass dünne Modells fortan an bestimmten Aufführungsorten ab sofort mit Arbeitsverbot aufgrund ihres Körperbaus verdammt wurden. In einer Welt politischer Korrektheit, antirassischer- und antireligöser Schunkelkulissen wird diese Form der Diskriminierung gar nicht als solche wahr genommen.

Dünne kämpfen inzwischen auf verschiedene Weise um ihre gesellschaftliche Akzeptanz. Ein Beispiel ist diese Seite, auf der sich dünne Frauen mit dem Spalt zwischen ihren Oberschenkeln brüsten.

dünne Oberschenkel

dünne Oberschenkel

 

dicke Oberschenkel

dicke Oberschenkel

Dünn sein assoziiert den Ausstieg aus dem kapitalträchtigsten Konsummarkt. Und tatsächlich sind in dieser Welt Normalgewichtige nur noch auf der Leinwand und Dünne nur noch in den Traumwelten der Werbung zu sehen. Ein Dünner erscheint im Alltag wie ein Außerirdischer. Mögliche Erklärungsmuster reduzieren sich auf drei Deutungen: Krebs (Therapie), AIDS oder psychische Probleme. Ein Dicker empfindet einen Dünnen als Negation eigener Körperfülle, als Bedrohung, als Vorführung eigener körperlicher Fehlfunktion. War der Dünne früher selbst einmal dick, wird er von Bekannten sofort einfühlsam und anteilnehmend befragt: „Bist du krank?“ Zu dieser charmanten Frage muß der Dünne dann lächeln und dem Dicken eine entschuldigende und plausible Geschichte über die momentane Körpersituation liefern. Einem Dünnen würde es nicht einfallen ein Gespräch mit der Verwunderung zu beginnen: „Du bist aber wieder fett geworden“.

Als Außenseiter stehen ihm solche Äußerungen nicht zu. Fetter werden ist normal. Am Grad der Fettstufe läßt sich das Alter eines Menschen ablesen. „Komm Du mir mal in mein Alter“ lautet  die lakonische Antwort, fragt man seine Eltern nach der Beleibtheit ihres Körpers. So ist das eben. So hat das „Mutter Natur“ eigerichtet.

Fett sein ist legitim. Fett sein bedeutet, aufgrund seiner „genetischen Eigenschaften“ der nächsten Eiszeit gewachsen zu sein. Denn die „Fähigkeit“ fett zu werden – so die Wissenschaft – bedeutet (neben all den zugegebenen Einschränkungen der Gesundheit) in Phasen des Ernährungsmangels besser bestehen zu können. Scheinbar geistert dort die Vorstellung durch den Raum, dass der Mensch ähnlich wie der Bär in eine Art Winterschlaf verfällt und dort über einen längeren Zeitraum seine Fettreserven abbaut. Denn ein aktiver Organismus muss alle zwei Stunden seine Fettmassen füttern. Nun dauert eine Eiszeit deutlich länger als zwei Stunden.

Spielen wir das Szenario „plötzlich ist Eiszeit“ einmal durch. Wie gesagt, nach zwei Stunden meldet sich bei einem Dicken „der kleine Hunger“. Denn nach zwei Stunden kommt der Blutzucker nach der letzten Leckerspeise wieder herunter. „Oh ich bin unterzuckert“ ist der typische Spruch zu diesem körperlichen Zustand. Dauert dieser Zustand an, kann ein Dicker langsam ungemütlich werden. Der „kleine Hunger“ verwandelt sich in Heißhunger und beginnt zu schmerzen. Die Schwelle, was als Essbar anzusehen ist, sinkt kontinuierlich. Nach 12 Stunden fühlt sich der Dicke nur noch elend. Nach 24 Stunden wird er Galle kotzen vor Hunger. Es waren die Dicken im Gulag, die aufgrund der Nahrungssituation als erste wegstarben. Gerade ihre körperliche Verfassung sortierte sie genetisch aus. So ist das beliebteste Argument einer wissenschaftlichen Erklärung dieser „globalen Epidemie“ des fett Seins, eine unhinterfragte und lieb gewonnene Rechtfertigung gefühlter Unvollkommenheit.

Dicke Mütter agitieren ihre eßunlustigen Kinder mit den Worten: „iß doch mal“, „woanders verhungern die Kinder“, „du willst doch groß und stark werden“, „essen und trinken hält Leib und Seele zusammen“, „wer nichts ißt, kann nichts leisten“ usw. Und wenn das Kind partout nicht essen will, wird einfach Zucker an die Speise gerührt oder gleich nur noch die süßen Lieblingsspeisen aufgetischt. Es sind die Mütter die ihre Kinder wie Schweine mästen. Es ist die körperliche Fülle der Mütter die dem Kind das Bild eines normalgewichtigen Menschen prägen. Es sind die Freßattacken der Mütter die dem Kind den Turnus für Essen fassen antrainieren. Es sind die Zwänge der Berufstätigkeit der Mütter, ihren Kindern industriell erzeugte Fertiggerichte mit einem hohen Anteil leicht verdaulicher Kohlenhydrate zu servieren. Es ist das Belohnungssystem der Mütter, wenn es etwas „Besonderes“, eine kleine „Überraschung“ oder eine „Belohnung“ das den Zuckerkonsum als etwas Besonderes trainiert. Es sind die Mütter die ihren Kindern Zuckerkonsum als bedingten Reflex für Belohnung antrainieren. Letztendlich sind es die Mütter die dafür sorgen, dass sich Entscheider in Krankenversicherungen schwer damit tun, Dünne zu versichern. Letztendlich sind es die Mütter die dafür sorgen, dass dicke Männer entscheiden, die „hungernde“ Dritte Welt vor einer Hungerkatastrohe mit der Belieferung von Kohlenhydraten zu bewahren.

Völlerei hat bisher jede Hochkultur aussterben lassen. Warum sollte es der Aktuellen anders gehen? Nur weil sich die aktuelle Hochkultur weltweit entfaltet hat, ist dennoch ihr Ende besiegelt. Die Zwänge der Verlockungen wiederholen sich in penetranter Banalität. Vielleicht reicht aber auch der CO2 Ausstoß aller fettleibigen Pforzer dieser Welt nicht aus, die nächste Eiszeit zu verhindern. Dann sind sowieso nur noch die Dünnen unter sich. Dann kann man sich irgendwann wieder den Luxus leisten eine Frau fett zu mästen und sie als etwas Besonderes in Ton zu verewigen.

zeitloses Schönheitsideal weiblicher Formen

Venus von Willendorf

Mysterium der Askese

Askese ist ein Mysterium, für den der sie nicht versteht und erst recht für den, der sie betreibt.

Askese ist – psychologisch beschrieben – der bewußte Triebverzicht, die bewußte Verweigerung der Triebbefriedigung des Hungers, der Lust des Essens. Askese sublimiert nicht.

Askese ist – humanbiologisch beschrieben – das bewußte Eintreten in die Ketose. Das ist ein Stoffwechselzustand bei dem der menschliche Organismus seinen Kohlenhydratstoffwechsel herunter fährt und sich auf die Verarbeitung von Ketonkörpern anstelle von Glucose einstellt.

Askese reinigt Körper und Geist. Angst und Bequemlichkeit verhindern diese Erfahrung. In drei Tagen beginnt sich das Körpergefühl zu verändern. Gleichzeitig wird die Umwelt wacher wahrgenommen. Die anfängliche Gereiztheit weicht einer tiefen inneren Ruhe. In diesem Zustand wird die vom Körper benötigte Energie direkt aus dem Fettgewebe abgebaut. Der Körper beginnt blumig zu duften. Das anfängliche Hungergefühl verfliegt. Es macht sich eine Leichtigkeit breit, die das Herz beschwingt und die Welt in neuem Glanz erstrahlen läßt.

Askese funktioniert nicht unter Zwang. Nur die freiwillige Unterwerfung unter den Verzicht erzeugt diese körperlichen und mentalen Reaktionen. US-amerikanische Soldaten wurden zum Ende des 2. Weltkrieges in einem Experiment für mehrere Monate in unterschiedlichen Dosen auf Nahrungsentzug gesetzt. In allen Gruppen war „Essen“ das ständige Gesprächsthema. Keine der Gruppen überraschte mit einer ungewöhnlichen Gesundheit. Im Gegenteil, es mussten die Folgen der andauernden Unterernährung behandelt werden.

Die bewußte Askese verblüfft ihren Anwender in der Sparsamkeit des Nahrungsbedarfes. Die Küche mit all ihren Geräten und Maschinen erscheint übertrieben, für eine so nebensächliche Beschäftigung. Der Nahrungsverzehr ist der teuerste Posten des modernen Primaten. Essen kostet Zeit, Geld und Arbeitsleistung. Es ist ein Investment in die Befriedigung des animalischsten seiner Triebe.

Askese ist der Antichrist des Konsums. Askese verweigert nicht, Askese entsorgt Konsum.

Askese ist das Infragestellen der Humanmedizin, der Ernährungswissenschaft oder der Öko- und Bio-Szene. Es sind Agenten des Verinnerlichens, des Verdauens und Ausscheidens. Sie sind es die den scheinbar gesunden Alternativweg predigen oder den Zustand der Askese zu einem lebensbedrohlichen Körperzustand oder einer gefährlichen Krankheit postulieren.

Der Asket ist ein Aussteiger. Von seiner Umwelt wird er kaum verstanden oder toleriert. Er ist ein durchgeknallter Spinner, Einer der plötzlich fromm wurde oder sein Altwerden nicht verkraftet hat.

Ein Asket ist ein magersüchtiger Jugendlicher, der sich in seinem „schrecklichen Zustand“ auch noch wohl fühlt. Ein Asket wird mitleidig ob seiner bekümmernswerten Gestalt in die Hüfte gekniffen.

Die Präsenz eines Asketen ist die Offenbarung für das verdrängte Wissen um die eigene Bequemlichkeit, seinen Körper langsam aber sicher den Verfettungstod sterben zu lassen.

Buddha in Askese

Buddha als Asket

Buddha fand durch Askese den Pfad zur Erleuchtung. Das feist grinsende, adipöse Geschöpf, was heute als Buddha-Figur trotzig von der neuen Zeit des totalitären Libertinismus gerne in den ganzheitlichen Schrein gestellt wird, ist eine traurige Karikatur. Sie ist eine Metapher selektiver Rezeption und Exegese, ein Symbol für die Negation kanonisch festgelegter Heilsrituale.

Dünn sein umgibt heute das Stigma von Krankheit, Aids oder Krebs: „Ein normaler Körper hat Fett auf den Rippen, wegen der nächsten Eiszeit…“ Der letzte dünne Held der Geschichte war Mahatma Gandhi. Seine Nahrungsverweigerung sollte Hindu und Moslems versöhnen.

Wenn heute ein übergewichtiger Politiker in „Hungerstreik“ tritt, wirkt das kaum überzeugend. Die Assoziation wechselt von besorgt zu belustigt. Dabei ist es genau umgekehrt. Dick sein kostet viel Energie. 30 oder 40 Kilo Fettgewebe bedürfen intensivster Pflege und Versorgung mit Nachschub. Je dicker der Körper umso aggressiver reagiert er auf Versorgungsstreß.

Maß zu halten, sich nicht der Völlerei hinzugeben und regelmäßig Askese zu betreiben, das sind Grundsäulen aller Weltreligionen. Weltreligionen sind Heilslehren mit dem Ziel, Heil und Heilung zu lehren, zu predigen, zu fordern. Heilslehren sind Handlungsanweisungen das Krank sein zu verhindern.

Der in Askese erleuchtete Buddha

Der erleuchtete Buddha

Mit ihren asketischen Entsagungsgeboten erscheinen sie dem Laien als weltfremd und unrealistisch für den Alltag. So existiert eine Hierarchie in der Disziplin des Kodex der Gläubigen, der Gläubigkeit, wie sie sich in unterschiedlichem Maße an die Gebote ihrer Lehre annähern. Der inkonsequente Laie wird das große Ziel seiner Heilslehre nicht erreichen, den Vater, den Sohn und den heiligen Geist wieder zu vereinen. Er wird wahrscheinlich nicht einmal begreifen, worum es in dieser Allegorie geht.

Die Askese als Axiom aller Heilslehren wurde zu Grabe getragen, geopfert auf dem Stein des Unverstandes und der Bequemlichkeit. Hunger ist der vulgärste aller Triebe und zugleich der größte Entfremder zum eigenen Körper. Der animalische Trieb hat gegen den Kultus gewonnen, noch vor der Aufgabe des Zölibates. Ob Hindu, Moslem, Jude, Christ oder Buddhist – überall dominieren Geistliche mit erheblichem Übergewicht. Doch wer viel speist ist auch permanent notgeil. Das hat „Mutter Natur“ so eingerichtet.

Das Weihnachtsfest ist das Fest von der Geburt einer Hoffnung, dass es Licht werde. Einer Hoffnung, dass es gelingt, dass Körper und Seele dereinst bei dem Geborenen eins werden und er als Heiland das Heil über die Welt bringen wird. Ein Heil, dass alle Krankheiten heilt und sogar die Toten wieder auferstehen lassen wird. Die Welt tanzt ihre eigene Tragödie. Sie tanzt zu einem Fest auf der die Antithese den Takt angibt.

Sadus in Askese

Asketische Sadus

 

Hungriger Buddha

„Hungry Buddha.jpg“

Auch an den religiös dominierten Kernländern, den scheinbaren Zentren der noch reinen Lehre, sind die Spuren der Zivilisation nicht vorbei gegangen. Im Wikipedia-Artikel zum Thema Askese werden asketische Mönche der Suda gezeigt. Wenn man diese Leiber mit der Darstellung des erleuchteten Buddha vergleicht, scheinen die noch eine Menge spiritueller Arbeit vor sich zu haben.

Das gleiche Bild bietet auch die heutige Buddha-Rezeption. In einem Reiseführer für Chiang Mai wird ein asketischer Buddha dargestellt. Das Bild heißt: „hungry_buddha.jpg“.

Weder die Asketen aus Katmandu als auch der dargestellte erleuchtete Buddha haben tatsächlich die angestrebte Reinheit erreicht. Die Sadus frönen alzu sehr den Kohlenhydraten, was sie in den Leibesdimensionen deutlich vom erleuchteten Buddha unterscheidet. Gleichwohl auch der erleuchtete Budhha nur eine Zwischenstufe der Reinheit darstellt. Sämtliche seiner Muskeln sind von Bindegewebe fest ummantelt, so das er aussieht wie ein ausgezehrter Spinnenmann. Fettfreiheit ist jedoch die Voraussetzung, seinen Körper aus den Ummantelungen des Bindegewebes zu befreien, Schritt zwei auf der Reise zum Lichtmenschen.

Amun

 

 

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Das Low-Carb-Rezept Linsen mit Spinat, Ziegenkäse und Shrimps, Linsen mir Spinat und Shrimps ist eine gesunde und sehr leckere Hauptmahlzeit, schnell umgesetzt und bedarf keiner langen Vorbereitung.

Der Geschmack der Linsen harmoniert ganz ausgezeichnet mit dem Spinat. Die Shrimps geben der Speise gemeinsam mit der Muskatnuß eine nussige Note. Ich mag es lieber etwas schärfer, was diese Speise nur bereichert.

Linsen sind hervorragende Helfer, den Verdauungsapparat zu putzen. Der Spinat ist ebenfalls wegen seiner pflanzenschützenden Inhaltsstoffe sehr gesund. Das Gericht ist gut für die Cyanitische-Diät geeignet. Bitte nur nicht mit dem Öl und dem Ziegenkäse übertreiben.

 

You like it? Danke - Felix Cyano


Linsen mit Spinat und Shrimps

Zubereitungszeit für das Low-Carb-Rezept Linsen mit Spinat, Ziegenkäse und Shrimps ca. 30 Minuten.

Zutaten

1/3 Linsen
2/3 Spinat
Shrimps
100 bis 200 Gramm Ziegenkäse
100 Gramm Joghurt
eine Zwiebel
eine Knoblauchzehe
eine Peperoni
Olivenöl
Chili
Salz, Weinessig, Muskatnuß, Oregano, frische Petersilie oder Schnittlauch

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Olivenöl in die Pfanne geben und erhitzen. Knoblauch, Zwiebel und Chili fein hacken und im Öl anrösten. Linsen und Peperoni in die Pfanne geben, kurz anbraten und mit Wasser ablöschen, dass sie knapp bedeckt sind. Mit Salz, Oregano, Muskatnuß und Essig anwürzen. Linsen leicht köcheln lassen. Linsen saugen schnell das Salz auf, so dass die Finale Würze erst am Ende erfolgt.

Nach ca. 10 Minuten den vorbereiteten Spinat dazu geben und gemeinsam weiter köcheln lassen. Ab und zu die Linsen prüfen, ob sie bißfest sind. Achtung, die Linsen nicht zu weich werden lassen. Sie sollen noch schnurpsig bleiben.

In der Mitte den Pfannenboden frei machen und dort den zerbröselten Ziegenkäse mit einem extra Tropfen Öl sanft anbraten lassen. Der Ziegenkäse wird entweder nur weich gemacht oder krustig rustikal angebraten. Danach den Käse mit der restlichen Masse durchmischen und mit Oregano, Salz, Muskat und Essig final abschmecken. Die Linsen und der Spinat drehen beide leicht ins Basische. Daher ausreichend mit Essig ansäuern. Der Spinat sollte eine leicht säuerliche Note erreichen. Für einen etwas milderen und cremigeren Geschmack kann man zum Schluß noch ein bis zwei Eßlöffel Joghurt unterrühren.

 

Vor dem Servieren mit frischen Kräutern und einem Klacks Joghurt garnieren.

Dieses Gericht schmeckt abgekühlt auch als Salat ganz ausgezeichnet. Dann entwickelt sie eine leichte Note nach Lammfleisch, die wunderbar mit dem Oregano, dem Spinat und dem ganzen Rest auf hervorragende Weise harmoniert – sehr sehr lecker!!!

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Das Low-Carb-Rezept Rosenkohl mit Chili und Ziegenkäse ist eine Verneigung vor dem Rosenkohl. Rosenkohl  ist eines meiner absoluten Lieblingsgemüse. Doch leider scheint deutschen Köchen und Müttern nur die gedünstete oder gekochte Variante geläufig zu sein. Der Garprozeß läßt dieses wunderbare Gemüse jedoch einfach nur schlabberig und fade werden. Was liegt also näher, dem Rosenkohl ein cyanitisches Rezept zu spendieren. Auch dieses Rezept ergibt eine sehr leckere Speise, die für eine kohlenhydratferne Kost gut geeignet ist.

 

Zutaten:

– frischer Rosenkohl
– eine Zwiebel
– Knoblauch
– roter Chili, eine rote Peperoni
– Ziegenkäse
– Joghurt
– Sonnenblumenöl oder Olivenöl
– Salz, Schwarzkümmel und frische Muskatnuß, Zitronensaft

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Beim Low-Carb-Rezept Rosenkohl mit Chili und Ziegenkäse zuerst den Stil von den Rosenkohlröschen abschneiden und die Röschen halbieren. Die Zwiebel, den Knoblauch, die Peperoni und die Chili fein schneiden. Öl in der Pfanne erhitzen und den Knoblauch, die Peperoni, die Chili und die Zwiebel anbraten. Den Rosenkohl dazu geben und alles bei guter Hitze durchbraten. Nicht zu heiß, der Rosenkohl soll nicht anbrennen, aber auch nicht zu kühl, es soll ja gar werden. Nach zwei Minuten Salz und Schwarzkümmel dazu geben. Danach reichlich Muskatnuß darüber reiben und unter Schwenken und Rühren ca. 10 Minuten garen. Jetzt den Ziegenkäse zerbröseln und in der Mitte der Pfanne zu einer weichen Masse erhitzen. Den Rosenkohl und den Ziegenkäse in der Pfanne

Low-Carb-Rezept Rosenkohl mit Chili und Ziegenkäse

Low-Carb-Rezept Rosenkohl mit Chili und Ziegenkäse

verrühren und bei geringerer Temperatur ca. weitere 10 Minuten garen lassen.

Zum Servieren Cashewkerne oder Erdnüsse mit einem Messer zerdrücken und über den Rosenkohl streuen.

Als Beilagen empfehle ich Joghurt und einen kleinen Salat. Zu dieser Speise passen Fisch, Huhn und Rindfleisch. Da die Speise sehr sättigend und wohlschmeckend ist, kann darauf aber auch verzichtet werden. Den Joghurt kann man auch final unter den Rosenkohl mengen. Die angenehme Säure und Konsistenz harmonieren perfekt mit den Röschen. Unbedingt noch mit reichlich Zitronensaft abschmecken. Das Gericht wird sonst zu basisch und bleibt im Hals stecken.

Die Farbkombination aus dem tiefen Grün des Rosenkohls und dem knalligen rot der Feuerschoten ist ein echter Hingucker.

Diese Speise gewinnt zusätzlich, serviert man sie abgekühlt als Salat.

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Dauer: 10 Minuten Zutaten: – Sprossen (Mungsprossen, Bohnensprossen, Erbsensprossen oder Sojasprossen etc.) – Romana-Blattsalat oder Rucola-Salat (Rauke) – eine rote Peperoni – 2 bis 6 Chili-Schoten – eine halbe Zwiebel – eine Knoblauchzehe – ein Kohlrabi – ein halbe Papaya (Asia, grün) – Schwarzkümmel, Kreuzkümmel (beides ungemahlen) – eine Mohrrübe – Apfel-Essig, Olivenöl _________________________________ Dieser Salat besticht durch seine geschmackliche Spannung zwischen dem milden runden Kohlrabi und den spritzig saftigen Sprossen. die leichte Bitternote des Romana und der grünen Papaya (nicht das Obst, die Südamerikanische Papaya) runden den Geschmack in diesem Bereich ab. Der in streifen geschnittene Kohlrabi verleiht dem Salat ein sehr feines fruchtig-süßes Aroma. Es gibt kaum eine leckerere Variante, Kohlrabi zu genießen. Wichtigstes Utensil für diesen Salat ist ein Streifenraspler. Die einfachste Form gibt es für ein kleines Geld im Asia-Laden. Er ist eine gute Anschaffung, erweitert er doch das Repertoire der Salate um ein Vielfaches. Den Kohlrabi schälen und in handliche Größe Teilen. Mit dem Raspler die Papaya, die Mohrrübe und den Kohlrabi in kurze Streifen schneiden.

Gemüseraspler, wie er bei einem gut sortierten Asia-Laden zu finden ist. Mit ihm lassen sich fast jedes Gemüse in feine Streifen schneiden.

Salat, Sprossen, Zwiebel und Peperoni in feine Streifen schneiden. In einer Tasse drei Esslöffel Olivenöl und ein bis zwei Esslöffel Apfelessig geben. Dazu etwas Salz, eine klein geschnittene und zerdrückte Knoblauchzehe, ein Teelöffel Kreuzkümmel geben und mit einer Gabel zu einer Emulsion verrühren.

Low-Carb-Rezept Kohlrabi-Sprossensalat mit Romana

Low-Carb-Rezept Kohlrabi-Sprossensalat mit Romana

Zwei Esslöffel Schwarzkümmel über dem Salat verstreuen und die Öl-Essig Emulsion dazu geben. Vorsichtig in der Mitte von unten nach oben heben, daß sich die Zutaten gut vermischen. Fünf Minuten ziehen lassen, erneut einmal durchmischen und dann abschmecken (Zitrone, frische Kräuter etc). [catlist name=Rezepte]

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Welche Süßstoffe machen nicht dick?

 

Abnehmen bedeutet radikaler Verzicht auf Zucker und Süßes. Das fällt echten Süßschnäbeln sehr schwer und sie werden schwach. Die nun konsumierten Kohlenhydrate setzen dann mit einem Schlag das wieder an, was man mühsam eine Woche lang abgebaut hatte.

Nun scheint es aber Alternativen zum raffinierten Zucker zu geben. Angeboten werden Speisen für Diabetiker und Zuckerersatzstoffe für das alternative Süßen. Kaugummis werden als zuckerfrei angepriesen und sollen sogar für Diabetiker geeignet sein. Welche Zucker- und Süßstoffe sind nun geeignet, Bauchfett abzubauen und welche machen dick?

Entscheidend für das Dickmachen der vorzustellenden Süßstoffe ist, ob und in welchem Maße sie im Dünndarm oder der Leber in den Glucose-Stoffwechsel verdaut werden. Optimal ist, wenn der Süßstoff unverdaut in den Dickdarm gelangt und dort als Nahrung der Darmbakterien für eine gesunde Darmflora sorgen. Kommt es durch den Konsum dieser Inhaltsstoffe zu Blähungen und Durchfall, wird von den gestärkten Darmbakterien der Darm saniert und krank machende Einzeller wie bei einem Rohrreiniger weggeputzt. Keinesfalls sollte man dabei auf eine so genannte Unverträglichkeit schließen und zum Arzt rennen. Ist der Darm saniert legen sich die Blähungen und der Durchfall von alleine. Eine gute Methode seinen Darm zu sanieren ist, Pflaumen oder Birnen möglichst unreif zusammen mit saurem Joghurt zu essen.

Zuerst werden die alternativen Zucker vorgestellt, die in Maßen eingesetzt, problemlos in den neuen Speiseplan integriert werden können.

Mannit (Mannitol, E421)
Der eingedickte Fruchtsaft der Manna-Esche enthält 13% Mannit. Viel Mannit enthalten Feigen und Oliven. Mannit wird vom menschlichen Organismus nicht verdaut.

Accesulfam (Sunett, E950)
Accesulfam ist hitzebeständig und hat in höherer Konzentration einen bitteren Abgang. Accesulfam wird vom menschlichen Organismus nicht verarbeitet.

Isomalt (E953)
Auch Isomalt wird vom menschlichen Körper nicht verdaut. Dennoch schmeckt Isomalt wie Zucker. Isomalt kann in hohen Dosen eine abführende Wirkung haben.

Aspartam (NutraSweet, Canderel, Sanekta, Equal, E951)
Wird synthetisch aus L-Asparaginsäure und L-Phenylanilin hergestellt. Aspartam hat einen ähnlichen Energiegehalt wie Zucker, ist aber etwa 180-mal süßer. Darf nicht über 150 Grad Celsius erhitzt werden, da es sonst zerfällt und seine Süßkraft verliert.
Aspartam wird gerne im Netz als krebserregendes Teufelszeug dargestellt. Klinische Studien belegen dies jedoch nicht. Fakt ist jedoch, dass die Zulassung von Aspartam durch die FDA ein „Geschmäckle“ hat. Die Zulassung des Aspartams, 16 Jahre nach seiner Entdeckung soll durch das Vorstandsmitglied Donald Rumsfeld möglich geworden sein.
Aspartam wird im Körper NICHT in Fett umgewandelt. Aspartam wird im Körper in Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol gespalten. Asparaginsäure kommt im menschlichen Körper in den Synapsen des zentralen Nervensystems vor. Wer viel Spargel ißt nimmt ebenfalls große Mengen von Asparaginsäure zu sich. Phenylalanin ist für den menschlichen Organismus eine essentielle Aminosäure. Phenylalanin wird in der Medizin als Schmerzmittel und Stimmungsaufheller eingesetzt.
Methanol wird im menschlichen Körper zu Ameisensäure abgebaut. Große Mengen Ameisensäure haben toxische Wirkungen. Die mit dem Aspartam erzeugten Mengen Methanol reichen dafür jedoch nicht aus. Deutlich größere Mengen Methanols werden mit dem Genuß von Obstbränden aufgenommen.

Maltit – (E965)
Wird nicht im Dünndarm verdaut und kann so im Dickdarm die Darmbakterien mit Energie versorgen.

Stevia (Süßkraut, Honigkraut, in der EU als Lebensmittelzusatzstoff bisher nicht zugelassen)
Stevia wird vom menschlichen Organismus nicht verdaut. Aktuell sind sich die weltweiten Zulassungsbehörden uneins, ob und welchen Mengen Stevia als unbedenklich zugelassen werden könnte. Stevia scheint eine echte Alternative zu normalen Zucker zu sein. Stevia-Pflanzen können leicht selbst angebaut werden. Für jeden Zuckerkonzern wäre dieses Szenario eine Katastrophe, für die Meschnheit jedoch ein Schritt weg von der totalen Verfettung durch Zucker.

 

Süßstoffe die dick machen

Hier die alternativen Süßer, die zwar keine Insulin-Reaktion erzeugen, dennoch über die Leber in Glucose verwandelt werden. Diese Süßstoffe machen dick. Sie haben zwar nicht den glykämischen Wert von Haushaltzucker, sollten aber dennoch, wenn überhaupt, nur in kleinsten Mengen zu verbraucht werden.

Xylit (Pentanpentol, E967)
Wird im Unterschied zu Haushaltszucker nur zu 20% in der Leber und den Erythrozyten verdaut. Geht aber dennoch in den Glucose-Stoffwechsel ein und macht daher dick. Bei dauerhafter Einnahme soll auch der Dünndarm anfangen, Xylit zu verdauen.
2/3 der Xylits werden im Darm von Darmbakterien verstoffwechselt (Kohlensäure und Wasser).

Sorbit (Sorbitol, Glucitol, Hexanhexol, E420)
Wird insulinneutral zu Fructose und Glucose verdaut. Regt den Fettstoffwechsel an. Sorbit ist ein Dickmacher. Bei einem hohen Zuckerkonsum wirkt Sorbit aufschwemmend und steht im Verdacht, Grauen Star auszulösen.

Fructose (Lävulose)
Fructose ist Bestandteil von Obst und Honig. Wird in der Leber zu Glykogen und dann zu Glucose verarbeitet. Fructose ist ein großer Energielieferant, der jedoch nicht über den Insulin-Weg verarbeitet wird. Dennoch macht auch Fructose dick.
Fructose wird auch im Darm zu Lactulose verarbeitet. Lactulose kann vom menschlichen Organismus nicht verdaut werden. Jedoch können Darmbakterien (Lactubazillen und Bifidus) Lactulose verarbeiten. Fructose sorgt daher im Dickdarm für die Entwicklung einer ausgeglichenen Darmflora.
Der Fructose-Stoffwechsel wird durch die gleichzeitige Einnahme von Sorbit gebremst. So kann die Fructose in den Dickdarm gelangen, um dort Darmbakterien mit Energie zu versorgen. Natürlich kommt diese Kombination in Pflaumen und Birnen vor. Eine beschleunigte Fructose-Verdauung wird durch die gleichzeitige Einnahme von Glucose beschleunigt. Natürlich kommt diese Kombination in Bananen und Weintrauben vor.

 

 

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Pilsner Bier: Mastfutter, Dilemma oder Lichtblick?

Pilsner Bier ist reich an Kalorien. Daher haben Biertrinker einen Bierbauch. Darauf sind sie zumeist Stolz. In Deutschland ist das bekennende Biertrinken eine Religion. Es darf auch nicht irgendein Bier sein, es muß das besondere, es muß „mein Bier“ sein. Der männliche Biergenuß in Deutschland läßt die Deutschen in ihrer Fettleibigkeit dicht an russische Männer heranrutschen. Russische Männer sind in Europa das Schlußlicht in punkto Übergewicht. Sie sterben auch als erste. Aber noch ein zweiter Aspekt ist relevant. Pilsner läßt die Mundwinkel herunter hängen. Der deutsche Mann mutiert durch seinen Bierkonsum zum Bedenkenträger und Rumnörgler. Nationen die sich an Rotwein halten, laufen deutlich entspannter durch die Welt.

Es ist nicht der Alkohol im Pilsner Bier, der dick macht. Was viele Biertrinker nicht wissen, Pilsner Bier enthält mehr Zucker als CocaCola. „Wo soll denn da der Zucker herkommen?“, fragt sich der erfahrene Biertrinker, der stolz auf das deutsche Reinheitsgebot ist. Da kommt tatsächlich kein Zucker vor, scheinbar. Bierbrauen beginnt mit dem Rösten von Gerste. Dabei entsteht aus der Stärke in den Gerstenkörnern ein Malzzucker. Malzzucker ist sehr reich an Kalorien, der wie normaler Haushaltzucker vom menschlichen Organismus verdaut werden kann. Dieser Malzzucker ist der Ausgangsstoff für die alkoholische Gärung der Biermeische.

Nun gibt es beim Brauen von Pilsner Bier eine Besonderheit. Der Brauprozess wird vorzeitig gestoppt. Dadurch bleibt eine große Menge des Malzzuckers im Bier. Das macht das Pilsner Bier süffig und süß. Durch das vorzeitige Aufheben des Gärprozesses landet so eine große Menge Malzzucker im Bier. Dieser Zucker wird mit jedem Glas Pilsner Bier verdaut. Und das macht dick, umso mehr Bier getrunken wird umso dicker wird der Biertrinker.

Einem körperbewußten Biertrinker das Biertrinken ausreden zu wollen, scheint erfolglos. Lieber schiebt er seine Wampe vor sich her, als auf sein Lieblingsgetränk zu verzichten. Bier ist ja eigentlich auch gesund. Es enthält viele wertvolle Stoffe und schmeckt deutlich besser als irgendein „Leitungswasser“.

Es gibt eine Alternative. Denn es ist gar nicht notwendig, den Brauprozess vorzeitig zu stoppen. Geschickte Bierbrauer lassen den Gärprozess auslaufen, bis der letzte Rest Malzzucker in Alkohol vergoren ist. Denn, je geringer der Zuckergehalt, umso höher steigt der Alkoholgehalt.

Ich stelle hier mehrere Pilsner Biere unterschiedlicher Brauereien vor, die beim Brauprozess den Zucker vollständig vergoren haben. Diese Biere sind daher sogar für Diabetiker geeignet. Sie verdienen einen eigenen Artikel, da sie eher als Nischenprodukt ihr Dasein fristen. Das ist vollkommen ungerechtfertigt, angesichts der täglich verdauten Zuckermassen aus „normalen“ Pilsner Bieren.

Beim Vergleich der Biere ging es um den Geschmack und den Restzuckergehalt. Nach diesen Kriterien wurde ein Chart der besten zuckerarmen Biere entwickelt. Vorab, die Geschmacksrichtungen aller Biere ähneln den normalen Pilsnern, den Zucker-Bieren. Es gibt die süßeren „Damenbiere“ und die herberen „Nordbiere“.

Der „interne Zuckeetest“ wird mit einem geeichten Refractometer durchgeführt. Die Datumsangabe bezieht sich auf das Verfallsdatum der geprüften Marge und kann brauprozeßbedingt schwanken.

 

 

— zweiter Teil —

 

 

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Ist Zucker das süße Gift? Zucker wird von der Zuckerindustrie seit Jahren als gesund und lebensnotwendig propagiert. Diese jahrelange Einflussnahme auf das öffentliche Gedächtnis hinterlässt Spuren. Zucker wird nur selten als problematisch angesehen. Lediglich Kindern gibt Mama nicht so gerne Zucker, wegen der Karies.

Die Zuckerverbände lassen Studien sprechen die zu folgenden Ergebnissen kommen: “Je höher der Zuckerverzehr war, desto seltener kam Übergewicht vor. Übergewichtige verzehrten jedoch mehr Fett als Normalgewichtige.” (Quelle: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker). Oder dies: “Diabetes Typ 2 kann entstehen, wenn bei einer genetischen Disposition Übergewicht und/oder fortgeschrittenes Lebensalter als Auslösefaktoren hinzukommen. Der Verzehr von Zucker mit der Nahrung hat jedoch keinen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit.” (Quelle: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker)

Zucker wird in der Deklaration der Zusatzstoffe oft umschrieben und wird als Dextrose, Sacchrose, Fruktose, Isoglukose, Stärkesirup oder Glucose aufgeführt.

Zuckerverbrauch nach Produktgruppen in Deutschland 2009-2010

Zuckerverbrauch in Deutschland 2009-2010: 3.126.000 Tonnen, davon wurden 381.278 Tonnen direkt von Endverbrauchern verarbeitet (Quelle: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker)

Zucker wird inzwischen in fast allen Lebensmitteln eingesetzt und ist nicht mehr nur in den klassischen Süßprodukten enthalten. Zucker wird anstelle des angeblich krebserregenden Nitrierpökelsalzes in der Wurst verwendet. Zucker wird zum Binden von Klebfleisch eingesetzt.

Leicht-Rohschinken von Wilhelm Brandenburg

Leicht-Rohschinken von Wilhelm Brandenburg. Erst die Zutatenliste verrät, da ist auch Zucker dran, 0,4% auf 100 Gramm.

Der gesunde und magere Kern-Schinken mit nur 0,2% Fett aus der Wursttheke entpuppt sich als mit Zucker und Stärke verklebte Fleischfasern. Wer nicht aufmerksam die Zutatenliste studiert ahnt nicht, dass er auch Zucker und Stärke verspeist, anstelle eines mageren geräucherten Stückes tierischen Eiweißes.

Vor allem Fertigprodukte zeichnen sich durch einen hohen Zuckeranteil aus. Zucker wird in Kartoffelsalat getan, um ihn geschmacklich “leckerer” zu machen. So kommt der Nadler Kartoffelsalat mit Joghurt auf einen Zuckergehalt von 7%.

In löslichem Kaffee (Geschmack Cappuccino) von Jacobs sind 44% Zucker enthalten. Tomatentchup ist ein besonders reicher Zuckerlieferant, Kraft Tomatenketchup kommt auf 23% Zucker – pro Flasche sind das 61 Stück Würfelzucker.
Die Steinofenpizza Hawai – eine eher salzig würzige Speise – kommt auf 6% Zucker. Der versüßte Genuss einer Pizza entspricht dem Verzehr von 8 Stücken Würfelzucker. Aber auch die biologisch dynamische Pizza will nicht auf den “Leckerfaktor” verzichten und kommt beispielsweise in der Bio Salami-Pizza von Alnatura mit 5% daher.

Die Regale in den Supermärkten füllen sich mit “Light-Produkten” die sich durch einen geringen Fettanteil auszeichnen. “Nur 0,1% Fett” prangt stolz auf dem Etikett. Da Fett ein Geschmacksträger ist, muss der Hersteller auf andere Träger ausweichen. In der Regel kommt dabei Zucker zum Einsatz. So sind Produkte mit Zucker versetzt, bei denen man gar keinen Zucker vermutet. Fettarmes “Light” ist in der Regel Strong im Zucker. Speiseeis ist ebenfalls ein extrem verzuckertes Lebensmittel. Landliebe Vanilleeis kommt auf 25% Zucker und Langnese-Vanilleeis auf 23% Zuckeranteil.

Besonders dramatisch sind die Zuckeranteile in Lebensmitteln für Kinder. 55% Zucker enthält Nutella, deklariert als besonders gesund. Das sind auf ein Glas Nutella 78 Stück Würfelzucker. Die für Kinder beworbenen Joghurtbecherchen “Fruchtzwerge” enthalten 12% Zucker. Aber auch Kindertees enthalten extrem hohe Zuckeranteile. So kommt der “Früchte-Tee” von Hipp auf einen Zuckeranteil von 97%. Ebenfalls für Kinder beworbene Kellogg’s Frosties enthalten 38% Zucker – pro Packung sind das 51 Stück Würfelzucker. Gummibärchen von Haribo (Goldbären) sind mit 45% Zuckeranteil dabei – knapp 33 Stück Würfelzucker pro 200 Gramm Packung. Die Milchschnitte – aufgemacht in der “Kinderserie“ – ist mit 29% Zuckeranteil dabei.

Eine große Zuckerquelle sind die Getränke. Bekannt ist der 11% Anteil an Zucker in CocaCola. Das entspricht bei einer Einliter-Flasche der Menge von 40 Stück Würfelzucker. Schweppes Bitter Lemon kommt sogar auf 13% Zucker.
Der Zuckeranteil von Obstsäften kann noch deutlich darüber liegen. Ein Kirschnektar kommt zum Beispiel auf 16% Zuckeranteil, entsprechend 58 Stück Würfelzucker.

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Zutaten:

Eine Zucchini, eine Rote Beete Knolle, eine Packung Rucola-Salat, eine halbe Zitrone oder Limette, eine kleine Handvoll Sauerkraut, ein magerer Mozzarella, ein bis fünf größere Chilischoten, ein Stück Hartkäse zum drüber raspeln, Apfelessig, Olivenöl, Schwarz- Königskümmel, Sesamkörner, Salz.

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Bei diesem Rezept geht es neben dem vorzüglichen Geschmack auch ums Auge. Garniert wurde er in Anlehnung geheimer Träume hungernder Mägen. Dieser Salat schmeckt besser als jede Torte und übersteigt doch im Schmelz, den Farben und der geschmacklichen Intensität ein jedes dieser Gebäcke.

Selbstverständlich kann dieser Salat als vollwertiges Abendbrot innerhalb einer Diät genossen werden. Als Dipp eignet sich magerer Joghurt.

Zunächst dem Rucola die Füße wegschneiden und dann noch einmal halbieren (insgesamt zwei beherzte Schnitte durch das ganze Bündel). Bitte den Salat nicht abspülen, er wird nie wieder so knackig wie zuvor!

Die Zucchini und die Rote Beete Knolle in so dünn wie mögliche Scheiben schneiden. Am besten eignet sich ein großes asiatisches Küchenmesser mit einer sehr breiten Klinge. Die Rote Beete Scheiben noch einmal halbieren. Alles in die Salatschüssel geben.

Das Sauerkraut klein schneiden und dazu geben. Je nach Geschmack können Chilischoten dazu gegeben werden. Diese auch in dünne Scheiben schneiden.

Für das Basis-Dressing zwei Esslöffel Weinessig, zwei Esslöffel Olivenöl oder Färber Distelöl, eine klein geschnittene und zerpresste Knoblauchzehe, die Chilischotenringe, Schwarzkümmel, Salz und Pfeffer in einer Tasse gut durchquirlen bis das Öl mit dem Essig emulgiert (Emulsion aus dem Öl und dem Wasser).

Gut über dem Salat verteilen und vorsichtig von außen unter den Salat heben und in der Mitte hochheben. Das Ganze eine Minute weiter vermengen.

Dann am besten eine halbe Stunde stehen lassen. Es geht aber auch frisch weiter.

Jetzt den Mozzarella in Scheiben schneiden und halbieren. Die Scheiben im Ring um den noch einmal durchmischten Salat garnieren. Auf den Mozzarella kommt jeweils eine Johannisbeere.

Aprikosen-Radieschen-Salat

Aprikosen-Radieschen-Salat

Schließlich wird mit Sesam, Schwarzkümmel und dem geraspelten Hartkäse das letzte Finish gegeben.

 

Voila, bon appétit

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Asia Laden Potsdam erhält Cyano-Checked

 

InAsia in Potsdam ist das erste Geschäft das durch Felix-Cyano zertifiziert wurde. InAsia Potsdam darf ab sofort seinen Geschäftsräumen die ausgestellte Urkunde aufhängen.

Zertifikat Cyano-Checked

Zertifikat Cyano-Checked

„Felix-Cyano Checked“ erhalten Geschäfte und Dienstleister für Produkte und Dienstleistungen die der Gesundung des menschlichen Körpers in besonderer Weise dienen.

Cyano-Tested im InAsia feierlich aufgehangen

Bewertung:

InAsia bietet eine besondere Auswahl wirksamer Gewürze, Zutaten und Gemüsen, die sich für die Cyano-Diät eignen. Zusätzlich betreibt InAsia eine Thaiküche die  den Traditionen thailändischer Kochkunst folgt und so sehr kohlenhydratarme und gesunde Gerichte zubereitet.
Die Mitarbeiter können kompetente Auskunft über die Wirkung der angebotenen Produkte geben.

InAsia veranstaltet auch Kochkurse, um die thailändische Küche bekannt zu machen.

InAsia Kochkurs

InAsia Kochkurs

 

Die Adresse:

14467 Potsdam, Lindenstraße 19, Tel: 0331-2437474

Web:

www.inasia-food.de

Öffnungszeiten:

Mo-Fr 10:00-18:00 Uhr

Sa         10:00-16:00 Uhr

Folge Felix_Cyano auf Twitter

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Mit der Cyano-Diät kann man sehr schnell abnehmen. Beachte, Abnehmen belastet Deinen Organismus, je schneller Du abnimmst umso stärker. Über Jahre angefuttertes Fett ist wie ein Archiv. Jede abgeschmolzene Schicht legt eine vergangene körperliche Verfassung frei. Fett konserviert perfekt. Daher ist es beim schnellen Abnehmen noch wichtiger, regelmäßig die Drüsen Leber und Nieren zu spülen.

Achtung, diese Diät darf nur bei guter gesundheitlicher Verfassung durchgeführt werden. Bei Zweifeln lieber vorher Hausarzt konsultieren. Solltest Du Dich dauerhaft sehr unwohl fühlen, schraube unbedingt einen Gang runter. Und so geht’s.

Beim Abnehmen geht es in erster Linie um die Verbrennung von Körperfett. Mit der Kohlenhydratreduktion bei der Ernährung wird der Organismus gezwungen, eigene Reserven zu verdauen. Dies beginnt zunächst mit den eingelagerten Energiereserven in der Leber und im Muskelgewebe. Erst wenn diese Reserven aufgebraucht sind, geht es ans Bauchfett. Bei der täglichen morgendlichen Kontrolle des Blutzuckerwertes kann dies gut beobachtet werden. Mit der Diät beginnt der Blutzucker zu sinken, ohne dass es zu einer signifikanten Gewichtsreduktion kommt. Sind die Depots in Leber und Muskeln aufgebraucht, sinkt der Blutzucker erneut. Mit dem weiteren Sinken des Zuckers beginnt nun der Körper auch Bauchfett zu verbrennen.

Über den gesamten Zeitraum wird die Zufuhr von Kohlenhydraten und Fett möglichst komplett gestoppt. Vor den Mahlzeiten jeweils 5 Gramm Guarkernmehl einnehmen. Guar hilft, die Blutzucker- und Blutfettwerte um bis zu 30% zu senken.

Geleichzeitig ist es wichtig, das im Gewebe aufgestaute Wasser auszuscheiden. Hierfür hat sich als preiswertes Mittel der tägliche Verzehr von Wacholderbeeren bewährt. Langsam mit einigen wenigen Beeren beginnen und die Dosis langsam steigern. Die Wacholderbeeren regen die Nierentätigkeit an und angesammeltes Wasser wird drainiert. Es ist also ein gewünschtes Ziel, häufig pullern zu gehen. Die Wasserreduktion hilft dem Herzen und senkt deutlicher das Körpergewicht als das verbrannte Fett.

In der ersten Phase wird der Darm saniert. Achtung, dies erzeugt Durchfall und Blähungen die aber nach einer Woche beendet sein sollten. Viel trinken, für den Durst einfach Salz lecken. KEINE Elektrolyte einnehmen.

Morgens: zuerst ein großer Becher Brottrunk, dazu etwas noch möglichst unreifes also saures Obst und eine getrocknete Pflaume, eine Scheibe frisches Vollkornschrotbrot auf Sauerteigbasis, am Wochenende ein Ei (gekocht oder gebraten oder als Omelett), möglichst saurer magerer Joghurt, Jasmintee (schwarz oder grün), alles in vernünftigen Maßen. Nach dem Essen sollte ein leichtes Hungergefühl bleiben. Bewusst essen, keine Ablenkung und auf das Essen konzentrieren.

Mittags: Salatvariationen mit Joghurtdressing, dazu eine Scheibe Brot (wie oben), Jasmintee, Mineralwasser

Nachmittags: eine Handvoll gesalzene Erdnüsse, dazu viel Mineralwasser

Abends: Salatvariation mit Eiweißquelle (Shrimps, magerer Fisch, gekochtes Ei, magerer Schnittkäse), eine Scheibe Brot (wie oben), Jasmintee, Mineralwasser.

Bei anfänglichen Hungerattacken nach Belieben frische Radieschen knabbern, bewährt haben sich auch zuckerfreie Kaugummis.

Nach dieser ersten Stufe ist der Blähbauch zurückgegangen. Die Verdauungsorgane können nicht mehr ganz so schnell die aufgenommene Nahrung verwerten. Jetzt beginnt die zweite Stufe.

Morgens: ein Ei mit zusätzlicher Eiweißquelle (wie oben), Joghurt, frisches Gemüse, Jasmintee

Mittags: Salatvariationen mit Eiweiß (kein Käse), Joghurt, Jsmintee, Mineralwasser

Nachmittags: Handvoll gesalzene Erdnüsse oder Cashewkerne, dazu viel Mineralwasser

Abends: Salatvariation mit Eiweißquelle, frisches Gemüse, Jasmintee, Mineralwasser

Diese Produkte aus der Ernährung ausschließen:  Backwaren, Brot, Brötchen, Kuchen, Kekse, Müsli-Riegel, Pizza, Wurst, Käse, süßes Obst, Fruchtsäfte, keine Fertigprodukte sie enthalten alle Zucker und Stärke, alles Zuckerhaltige, Kartoffeln, Reis, Nudeln,

Erlaubt sind Eiweiß und Ballaststoffe.

Möglichst rohes Gemüse (Mohrrüben, Radieschen, Paprika, Rote Beete, Broccoli, Kohl, Zucchini, Sprossen, Gurke etc.), Blattsalate, Chinakohl, Wasabi (nicht den 3%igen „Extrakt“), viel Chili, Erbsen, Kichererbsen, Bohnen, Linsen, unreifes saures Obst, fettarmer Fisch, Hühnerbrust, Shrimps

Immer gut würzen: Kreuzkümmel, Schwarzkümmel, Kümmel, Chili, Knoblauch.

Viele frische Kräuter verwenden.

 

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Zutaten:

– Radieschen
– frische und noch möglichst feste Aprikosen
– Salatkopf Blattsalat
– Petersilie
– Basilikum
– Chili oder Peperoni
– Zwiebel, Zwiebellauch
– Joghurt (möglichst sauer)
– Färber-Distelöl
– Zitronensaft
– Weinessig
– Sesamkörner
– als Beilagen: Lachs, Schrimps, Meeresfrüchte, Rinderfilet, Räucherfisch oder Schnittkäse

Dauer: 10 Minuten

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Auch dieses Salat-Rezept enthält viele wertvolle Wirkstoffe die helfen, den menschlichen Organismus zu stärken und ihn widerstandsfähiger gegen Krankheitserreger zu machen.
Allen voran die Aprikose. Sie wird noch möglichst frisch verarbeitet. Die Aprikose ist eine Kulturpflanze die seit mindestens 5.000 Jahren angebaut wird. Aprikosen sind eine sprudelnde Provitamin-A Quelle (Beta-Carotin). Im Körper wird Beta-Carotin in Retinol umgewandelt und unterstützt so die Bildung roter Blutkörperchen.
Die geknackten Aprikosenkerne enthalten Amygdalin. Amygdalin-Präparate sind in deutschen Apotheken nicht erhältlich, da verboten.* Als Vitamin B17 wird es für teures Geld als Wundermittel gegen Krebs gehandelt. Wir verarbeiten einfach die Kerne als kostenlose Dreingabe zu den frisch entsteinten Aprikosen.
Durch die Radieschen sind mit Senföl bzw. Senfölglykosiden sind weitere wertvolle Wirkstoffe enthalten. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Senföl vor Krebserkrankungen schützen kann.
Zu dem verwendeten Schwarzkümmel meint der Prophet und  Kräuterkundige Mohammed, dass dieses Gewürz jede Krankheit heilen könne, außer den Tod. Daher sollten nicht nur Islamkundige öfter mit Schwarzkümmel würzen. Sehr gut schmeckt dieses Gewürz zu Obst, Joghurt, in Espresso (frisch gestoßen dem Kaffeepulver beimengen), Eierspeisen. Ägyptischer Schwarzkümmel gehört mit zu den ältesten bekannten Kräutern und wurde bereits im alten Ägypten als Medizin verwendet.

Vor lauter gesunden Zutaten ist das wichtigste an diesem Salat jedoch, dass er nicht nur sehr gesund ist sondern auch noch ausgezeichnet schmeckt. In der milderen Variante, ohne Chili/Peperoni, mit Joghurt als Dressing ist dieser Salat auch sehr gut für Kinder geeignet.

Radieschen-Aprikosen-Blattsalat mit Schwarzkümmel, Ziegenkäse und Sesam garniert.

Radieschen-Aprikosen-Blatt-Salat

Und so wird er zubereitet.
Salatkopf NICHT waschen und von der Spitze her mit einem scharfen Messer in ca. ein Zentimeter breite Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.
Radieschen in möglichst dünne Scheiben schneiden oder durch einen Raspler geben.
Aprikosen entsteinen und halbiert ebenfalls mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden. Diese dann noch einmal halbieren.
Mit einer Zange die Aprikosenkerne knacken und die Aprikosenmandel in feine Scheiben zerschneiden. Diese dann mit einem Messer so fein wie möglich hacken.
Ziegenkäse in den Händen über der Schüssel möglichst fein zerbröseln. Ich verwende am liebsten den sehr preiswerten bulgarischen Ziegenkäse (Kaufland).
Weitere Gewürze/Zutaten: Diesmal lieber das mildere Färberdistelöl und nicht das dominantere Olivenöl, Zitronensaft, Weinessig, fein geschnittene Chili oder Peperoni, Schwarzkümmel, Sesamkörner, fein gewiegte Petersilie und ein paar Blätter Basilikum, kein Salz.

Alles zueinander fügen und vorsichtig von unten nach oben hebend die Zutaten durchmischen. Dann im Kühlschrank zugedeckt ein bis zwei Stunden ziehen lassen.

Als Dipp eignet sich hervorragend Joghurt. Durch seinen fruchtigen, würzigen und intensiven Geschmack schmeckt er auch pur ganz hervorragend.

Dazu passend: Lachs, Schrimps, Meeresfrüchte, Rinderfilet, Räucherfisch oder Schnittkäse.

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* Absurdes Deutschland. Apotheken werden wegen der Abgabe von amygdalinhaltigen Rezepten juristisch belangt. Der Gemüsehändler um die Ecke kann das gleiche „Teufelszeug“ (noch) kiloweise verkaufen, ohne dass ihm seine „Obstkammer“ aufs Dach steigt. Nur eine Apotheke in Hannover hat sich durch die ungeschickte Formulierung der Klageschrift den Fängen ihrer Kammer dauerhaft entziehen können. Erstaunlicher Weise ging die Zahl der Blausäure-Toten in Hannover-Mitte dennoch nicht nach oben:

„Mit dem Gerichtsurteil vom 31. Mai 2007 (AZ 11 LB 350/05)[U 1] durch das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (11. Senat) hat eine Apotheke in Hannover-Mitte erfolgreich gegen das von derApothekerkammer Niedersachsen erlassene Verbot, Rezepturarzneimittel mit dem Wirkstoff Amygdalin abzugeben, geklagt. Das Urteil ist seit dem 28. August 2007 rechtskräftig und eine Revision wird nicht zugelassen.“ (Quelle: Wikipedia.de: http://de.wikipedia.org/wiki/Amygdalin)

Weitere Anmerkung. Ich selbst esse täglich ca. 20 – zum Teil extrem bittere – Aprikosenkerne. Besonders gut schmeckt das zur Aprikose selbst. Der Geschmack erinnert an Marzipan. Aus Aprikosenkernen werden viele Leckereien (Persipan, Sachertorte) zubereitet, die jedoch wegen ihres hohen Zuckeranteils für eine Zyano-Diät nicht geeignet sind.

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Brokkoli, Mungsprossen und Aprikose


Zutaten:

– Mungsprossen (je nach persönlichem Geschmack auch andere Keimlinge)
– ein bis zwei Brokkoli mit einer großen festen Basis, die Haut/Schale sollte noch weich sein.
– Aprikosen (möglichst unreif und fest, dann sind sie aromatischer und haben eine runde Säure)
– Tomate
– Chili-Schoten
– Cashewkerne
– Apfelessig, Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauchzehen
– Gewürze/Kräuter: Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel-Pulver, schwarzer Kümmel ganz, frisch geriebene Muskatnuss, frischer Basilikum, Zitronenmelisse oder ähnlich zitronig-mintige Blätter

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Dieser Salat klingt in seiner Zusammensetzung ungewöhnlich, ist aber ein ganz eigenes Geschmackserlebnis. Wie immer ist dieses Rezept ein wertvoller Beitrag zur gesunden Ernährung. Der Mehrfachzucker der Aprikose wirkt bei mir blutzuckersenkend. Die Cashewkerne sind KEINE Nüsse als vielmehr das Fruchtfleisch des Kaschuapfels. Sie bilden eine große Tryptophan-Quelle. Der frische Brokkoli behält seine wertvollen Enzyme aus verschiedenen Zyanaten. Dem Sulforaphan – ein enzymisches Abbauprodukt des Senfölglykosids) – ist eine krebshemmende Wirkung nachgewiesen Die Zayanate sind leicht wasserlöslich. Daher verliert Brokkoli beim kochen rasch seine Wirkstoffe.

Der frischer Brokkoli wird quer in dünne Scheiben geschnitten und halbiert. Er schmeckt entfernt wie Kohlrabi, ist aber frischer und hat nicht diesen Kohlgeschmack. Die Sprossen werden vorsichtig abgespült und trocken geschüttelt. Beides zusammen mit der klein geschnittenen Tomate in eine Salatschüssel geben.

Je nach Geschmack – drei bis sechs Chili-Schoten in dünne Streifen schneiden und zusammen mit den zerstoßenen Cashewkernen, dem Zitronensaft, Olivenöl etc. in eine Tasse geben und verrühren. Die Salatsoße über den Salat gießen und sehr vorsichtig die untersten Schichten in der Mitte nach oben heben. Darauf achten, dass die Schüssel groß genug ist, sonst brechen die Sprossen auseinander. Abschmecken und mit schwarzem Kümmel bestreuen.

Eine halbe Stunde ziehen lassen und dann noch einmal abschmecken und final abwürzen. Jetzt die frisch geriebene Muskatnuss und fruchtigen Pfeffer (z.B. Sechuan-Pfeffer) darüber geben und ein letztes Mal verteilen. Dann mit Basilikumblättern garnieren und noch ein wenig schwarzen Kümmel darüber streuen.

Salat aus Mungobohnen, Brokkoli und Aprikosen

Salat aus Mungobohnen, Brokkoli und Aprikosen

Mit der jeweiligen Dosierungen der Würzen sollte experimentiert werden. Mungo korrespondiert sehr gut mit dem Kreuzkümmel, daher davon ruhig eine Prise mehr dazu geben. Der Schwarze Kümmel bildet den Gemahl zum Geschmack der pikanten Aprikosen. Der Basilikum freundet sich mit dem Brokkoli an. Diese Geschmackspaare interagieren, so alles richtig aufeinander abgestimmt ist, in sehr sanfter und unbekannter harmonischer Geschmacksvielfalt.

Meine Lieblingsmischung zu diesem Salat ist saurer Joghurt und eine sanfte Form des Hummus Ein Hummus-Rezept findest Du hier.

 

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Trismegistos Rezept No. 108

 

Zutaten:

– Hummus (ein Cyano-Rezept dafür gibt es  hier)
– Sesam-Körner, Pinienkerne, Cashewnüsse
– Linsen
– Suppengrün
– Petersilie
– Minze
– Kiwi
– Zwiebel, Zwiebellauch
– Joghurt (möglichst sauer)
– Färber-Distelöl, Olivenöl
– Gewürze: Schwarzkümmen, Kreuzkümmel, Oregano, Chili-Schoten, Curcuma, Knoblauch, Zitrone, saurer Apfel, frische Muskatnuss
– Als Dipplöffel: Mohrrüben, Paprikaschoten, Selleriestauden, Chicoree, Salatblätter

Dauer: 10 Minuten

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Diese leichte Salatvariante läßt fast jedes Hauptgericht weit hinter sich. Das Geheimnis ist die Vielfalt der geschmacklichen Sensationen. Rezept No. 108 ist ein Paradebeispiel für die Vermählung geschmacklicher Zauberei mit einem Breitband den Organismus unterstützender Bestandteile.

Das Rezept für Hummus bitte hier aufrufen.

Grundlage bilden drei Komponenten, saurer Joghurt, scharfer minziger Hummus und würzige Linsen. Beim Servieren den Hummus neben dem Joghurt platzieren. So kann der Joghurt nach persönlichem Geschmack mit dem Hummus vermischt werden. Die Speise wird reihum vermischt. Dabei wird in der Dominanz der einzelnen Elemente variiert.

Als Joghurt verwende ich 1,5%ige Öko-H-Milch der mit Bifidus Bulgaricus angesetzt wurde. Zur Herstellung kommt ein preiswerter Mini-Inkubator zum Einsatz. In ihm können in einer passenden Schüssel bis zu zwei Liter Joghurt hergestellt werden. Die Bruttemperatur habe ich auf 31 Grad Celsius eingestellt. So entsteht nach anderthalb bis zwei Tagen ein sehr kräftig saurer Joghurt.

Die Linsen sind mit Suppengrün kalt angesetzt. Ich lasse sie nur so lange vorsichtig köcheln bis sie bissfest sind. Die Linsen schmecke ich mit Salz, Apfelessig, Kreuzkümmel und Oregano ab. Den Linsen wird ein Feuerwerk scharfer Würzen und Schoten zugesetzt. Ich präferiere einen Mix aus Schoten mit unterschiedlicher Schärfe.

Der Joghurt, gleich neben den Linsen arrangiert, dient gleichzeitig als Feuerlöscher, sollte es doch einmal zu scharf werden. Einfach etwas Joghurt im Mund zergehen lassen und schon ist die Schärfe wieder weg. Ich mische mir bereits auf dem Teller eine perfekte Schärfe zusammen. Insofern sollten die Linsen etwas schärfer gewürzt sein, dass auch noch der Joghurt in der Komposition Platz findet.

Als geschmackliche Finesse werden verschiedene Nüsse bzw. Kerne über dem Arrangement verteilt. Hier die Garnierungen: Sesam-Körner, Pinienkerne, Cashewnüsse und Schwarzer Kümmel (Königskümmel, das sind die schwarzen Samen auf dem türkischen Fladenbrot), Petersilie, Minze, Kiwi (möglichst noch nicht ganz reif und ehr säuerlich bis sauer).

leichter und gesunder Salat

Trismegistos No. 108

Zusätzlich können zum Dippen löffelartig geschnittene Gemüse angeboten werden (Mohrrüben, Paprikaschoten, Selleriestauden, Chicoree, Salatblätter etc.).

Als Vorspeise ist dieses Rezept nicht zu empfehlen. Es sein denn, man nimmt für das Hauptgericht die Herausforderung an. Als Nachtmahl hingegen ist No. 108 perfekt.

 

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Cyano Hummus

Wichtigster Unterschied bei der Zubereitung ist, daß das Mehl der rohen getrockneten Kichererbse verwendet wird. Eine alte Kaffeemühle mit rotierenden Schneidmessern pulverisiert die Kichererbse zu einem sehr feinen Mehl. Diesem Mehl werden folgende Zutaten beigegeben die ebenfalls bereits fein gemahlen oder gehäckselt wurden:

Zutaten:

–        Sesamkörner
–        Kefir
–        Knoblauchzehen
–        Kreuzkümmel
–        Muskatnuss
–        Zitronensaft
–        Salz
–        Färber Distel-Öl
–        Oregano
–        Wasabi
–        Chili, Peperoni, Paprika
–        Limettenblätter
–        Sauerkraut

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Die Menge der einzelnen Zutaten orientiert sich am individuellen Geschmack.Auf keinen Fall die Kichererbsen mit einer Zutat übermäßig überfrachten. Der Grundgeschmack zwischen Kichererbse und Kreuzkümmel sollte immer zu schmecken sein. Das ist die zentrale Geschmacksachse.

Mit den genannten Grundzutaten lassen sich undendlich viele Nuancen kreieren, von mild nussig (mehr Sesam und Muskatnuß), über pikant und frisch (mehr Kefir, Zitrone, Sauerkraut und Limette), bis zu rassig und scharf (Wasabi, Chilli, Peperoni, mein Favorit).

Das fertige Mus kann mit einer Paprikaschote oder einem Chicorée-Blatt gelöffelt werden. Sehr lecker ist die Zubereitung auf einer längs aufgeschnittenen und im Backofen angerösteten Zucchini.

Mit ein wenig Olivenöl lassen sich aus dem Cyano-Hummus auch kleine Plätzchen auf der Bratpfanne herstellen.  Diese mit viel Petersilie und Pinienkernen garnieren. Zum Schluß einen Spritzer Zitronensaft über alles träufeln.

Hummus a la Cyano

Hummus a la Cyano

Gut gelungen und über Nacht im Kühlschrank gereift, ist der Cyano-Hummus eine eigene Speise, die nicht allzu lange in der Nähe stehen sollte – vorsicht Suchtgefahr. Gerade beim ersten Ausprobieren etwas vorsichtiger damit umgehen.

Das Originalrezept hat es in sich und stellt eine körperliche Prüfung des angehenden Lichtmenschen dar. Die Verdauungskanäle sollten für dieses Rezept bereits weitgehend saniert sein. Polysachcharide werden nicht aus der Kichererbse gewässert und die Erbsen werden auch nicht vorgekocht. So entfalten die Kichererbsen ihre ganze Kraft. Polysachcharide werden metabolisch nicht verdaut, jedoch von Darmbakterien. Sie bekommen ordentlich Nahrung, so daß sie sich üppig entfalten können. Die Darmbakterien beginnen nun mit ihrer eigentlichen Aufgabe und lösen mit ihrer Schutzhülle aus Wasserstoffperoxyd alles auf was Einzeller ist und nicht in den Darm gehört. Dabei entsteht Wasser und Sauerstoff. Das führt zu Blähungen und Darmwinden und ist ein Beleg für die Wirksamkeit des Rezeptes.

Eine Rezeptvariante ist, gekochte Kichererbsen zu verwenden bei der die Polysachcharide bereits weitgehend heraus gespült sind.

Diese Speise ist nicht nur lecker, sondern aufgrund ihrer Zutaten auch äußerst gesund und auch für den Weg ins Licht eine köstliche Ergänzung des täglichen Speisezettels. Die in den Kichererbsen enthaltene Stärke sind Kohlenhydrate aufgrund ihrer Zuckermehrfachbindung metabolisch nicht verwertbar. Der hohe Eiweißanteil bildet dagegen ein hervorragende Quelle für die anabolen Stoffwechselpozesse.