Home Tags Posts tagged with "hermetische Alchemie"

hermetische Alchemie

0 6551

„Zum dritten Mal geht die Pronoia des Alls in die Mitte der Finsternis und die Innenseite der Unterwelt, in die Mitte des Gefängnisses, welches das Gefängnis des Körpers ist, und spricht zum Menschen. Dieser ist sehr ergriffen, hört, aber sieht noch nicht. Der Pronoia-Impuls deklariert sich und appelliert an den Menschen: „Stehe auf und erinnere dich (…) hüte dich vor den Engeln der Armut (…) hüte dich vor dem tiefen Schlaf und der Einengung der Innenseite der Unterwelt!“ und versiegelt ihn abschließend mit fünf Siegeln, um ihn aus der Macht des Todes zu befreien.“ (Johannes Apokryphen)

 

Vom Sinn dieser Bibliothek

Die cyanitische Bibliothek dient Gnostikern den Kern der Gnosis zu erkennen und anzuwenden. Dem Suchenden stehen Werke und Texte elektronisch zur Verfügung. Viele dieser Titel sind online nicht mehr verfügbar und oft auch sonst in keinen bibliografischen Verzeichnissen zu finden.

Schwerpunkte der gnostischen Bibliothek

– Geschichte der Gnosis
– Geschichte der Geheimlehren
– Alchemie
– Biochemie
– Genetik
– Entwicklungsbiologie
– Religionsgeschichte
– Kunstgeschichte

Erkenne den Extrakt dieser Schriften und belehre sie nicht mit der Weisheit der Wissenschaft.
Stelle alle Axiome in Frage, so wirst Du Antworten auf Deine Fragen in diesen Texten finden.
Erkenne die Welt in der Du wirklich lebst. Erleuchte Deinen Geist mit den Funken der Erkenntnis und gib der Welt von Deinem Licht. The real world – Neo

Zur gnostischen Bibliothek*

Zugang zur Bibliothek haben nur angemeldete Mitglieder.
Hast Du Interesse an den Inhalten, dann registriere Dich hier und sende mir ein Mail für den Zugangscode.

(noch) frei verfügbare Dokumente im Internet

Dissertationen

Rudolf Steiner Design – Spiritueller Funktionalismus Kunst

 

Bilddokumentationen

Alchemistische Symbole

 

Videos

Dokumentarfilm über Gnosis und ihre unterschiedlichsten gnostischen Traditionen. In der urchristlichen gnostischen Idee hat das menschliche Wesen die Möglichkeit, direkte Erkenntnis bzw. Verbindung und Verschmelzung mit Gott oder dem Göttlichen zu erreichen. Schon immer waren die Gnostiker den kirchlichen Institutionen ein Dorn im Auge, da sie den inneren Christus suchten und den eigenen Körper als Tempel Gottes betrachteten. Die Gnostiker wurden dadurch über Jahrhunderte verfolgt und verketzert, waren ein Feindbild der offiziellen Kirche. In Montseguir kam es dann erstmals zur Verfolgung von Christen durch Christen. 200 gnostische Katharer wurden an einem einzigen Tag am Scheiterhaufen verbrannt. Das direkt erfahrene und hermetische Wissen musste so in Geheimgesellschaften untertauchen, um der Inquisition zu entgehen. Heute finden einige dieser alten Traditionen ihre Renaissance und treten auch an die Öffentlichkeit.

 

Links

Gnostische Gesellschaft Los Angeles

Online Bibliothek der Alten Ritter der Rosenkreuzer 

 

 

0 4810

Die Al-kimiya oder  khem beschäftigt sich vor allem mit den Metallen. Ihre Nutzbarmachung für den Prozess der Veredelung ist eines der häufigsten Themen hermetischer Texte. Als Idealzustand der verarbeiteten Metalle galt die Konsistenz des Quecksilbers. Das Metall musste also für die Verwendung verflüssigt werden. Dabei kamen zwei Anwendungen im Wesentlichen zu Einsatz. Entweder es wurde in einer Säure zu einem Salz verarbeitet, oder durch thermische Einflüsse löslich gemacht. Vermutlich wurden aber auch elektrolytische Verfahren eingesetzt.

Aufteilung der Metalle und Planeten für die Wandlung vom Niederen zum Höheren

Aufteilung der Metalle und Planeten für die Wandlung vom Niederen zum Höheren. aus: Geheime Figuren der Rosenkreuzer

Zu den beschriebenen Metallen gehören: Antimon, Blei, Eisen, Zinn, Kupfer, Elektron, Silber und Gold. Das Mercurium selbst, zwar häufig sowohl in der metallurgischen als auch in der medizinischen Orientierung eingesetzt, ist eine Allegorie auf den flüssigen Zustand eines Metalles bei Raumtemperatur. Von den eingesetzten Säuren stand die des gelben Schwefels häufig im Mittelpunkt. Der Einsatz dieser Metalle geschieht nacheinander. Jedes von ihnen hat seinen eigenen Effekt auf die niedere Materie, die es zu veredeln gilt. Doch sind es nicht die Metalle alleine, die das Niedere veranlassen, sich zu veredeln. Jedoch konzentrieren sich viele Schriften auf die Metalle in der Annahme, dass das Endprodukt ebenfalls metallisch seien solle. Die andere Bewegung schenkt wiederum den Metallen zu wenig Beachtung in der Annahme, diese seien eher die Experimente der Metallurgen. Die Kraft der Metalle ist ebenso wichtig für den Transformationsprozeß wie auch die Alkaloide der Pflanzen.

Keines der beiden wirkt ohne vorher Körper und Geist in einem Reinigungsprozess vorbereitet zu haben. Das umfangreichste Gebäude für den Einsatz der Metalle beschreibt der Mithras-Kult. Er hat persisch-ägyptische Wurzeln und definiert für jeden Wochentag einen Gott, ein Metall und eine Eigenschaft die der Astralkörper erfährt, wenn er in der Seelenwanderung durch die einzelnen Zodiacs gleitet:

Saturn            Blei              Denken, Verstand
Jupiter           Kupfer        Tatkraft
Mars               Elektron      feuriger Mut (Thymus)
Sonne             Gold             Wahrnehmung, sich von den Dingen ein Bild machen können
Venus              Zinn             Begierde (ohne Sex)
Mercur           Eisen            Sprache, Kommunikation
Luna                Silber          Gedeihen, wachsen

Gleichzeitig durchläuft der Aspirant 7 Ebenen auf dem Weg zum Lichtmenschen. Jede dieser Ebenen ist einem Planeten bzw. Gott geweiht und verleiht bestimmte besondere Fähigkeiten.

Zuordnung der Metalle, Planeten und Farben für die Wandlung vom Niederen zum Höheren

Zuordnung der Metalle, Planeten und Farben für die Wandlung vom Niederen zum Höheren

In einem geheimen Buch der Rosenkreuzer wird die planetare Zuordnung der Metalle noch um ihre Farbe verfeinert. Ganz offensichtlich werden hier Salzverbindungen bzw. mineralische Metallblüten beschrieben. Wie oben beschrieben ist der erste Schritt des Alchemisten, die Metalle zu verflüssigen und so deren metallischen Eigenschaften abzulegen. So zum Beispiel ergeben Kupfer, Arsen und Essig das giftige Schweinfurter Grün das wegen seiner leuchtenden Farbe und Lichtbeständigkeit in der Malerei, aber auch als Fungizid eingesetzt wird.

Kupfer in Essig erzeugt Grünspan-Kristalle der mit Hilfe von zerriebenem Marmor Kupfer-Calcium-Acetat bildet. Sind die Metalle verflüssigt können sie für den Wandlungsprozess zur Anwendung kommen. Mit den zumeist sehr aggressiven Metall-Salzverbindungen konnte dann begonnen werden, die körperliche Erneuerung anzustoßen. Im Erweckungsruf in den Apokryphen des Johannis werden fünf Siegel beschrieben, die verhindern sollen, dass der Erweckte den Tod nicht schmecken wird. Es ist anzunehmen, dass auch hier verschiedene salzige Metallverbindungen gemeint sind.

Kolloidales Gold ist die Alternative zu den Goldsalzen, die von hermetischen Alchemisten angewandt wurden. Zentrales Thema der hermetischen Alchemisten war die Umwandlung des Niederen in „Gold“. Dabei handelt es sich jedoch nicht um metallurgische Verfahren zur Veränderung eines Metalls. Vielmehr ist die Goldwerdung eine Metapher für die Verwandlung eines Menschen in einen Lichtmenschen. Die für die Transformation notwendige Flüssigkeit musste nach der hermetischen Rezeptur die notwendigen Metalle verflüssigen, wie in Quecksilber verwandeln können. Metalle in einer Flüssigkeit lösen zu können, dafür boten sich vor allem Säuren an. Gold konnte so in verschiedene Lösung gebracht werden. Vom Knallgold abgesehen ist Goldkolloid deutlich reaktiver als andere Goldsalze. Daher ist der Weg des Felix Cyano, aus den für die Transformation notwendigen Metallen kolloidale Lösungen zu erzeugen.

Die Kunst, kolloidales Gold herzustellen ist schwierig. Gold mag sich nicht so recht in destilliertem Wasser lösen. Es sind also diverse Helfer nötig. Das Goldwassers beginnt sich zunächst sehr klar goldgelb einzufärben. Später verfärbt sich die Tinktur in ein leuchtendes Granatapfelrot, immer noch klar.  Schließlich wird das Elixier leicht milchig trüb und die Granatapfelfarbe dreht wieder etwas ins Orange ab. In seiner gesättigsten Form schwimmen darin erste große Golcluster in Form von allerfeinstem Blattgold. Teilchengröße und Konzentration sind wesentliche Parameter dieses Kolloides. Je nach Anwendungsgebiet ist das Eine oder das Andere vorzuziehen.

Goldelektrode bei der Arbeit

Goldelektrode bei der Arbeit

Ein potentes Goldkoloid sieht dann etwa so aus.

kolloidales Gold und kolloidales Silber

Im Vordergrund kolloidales Gold, rechts dahinter kolloidales Silber

Für den Weg ins Licht sollte Goldwasser – je nach Verträglichkeit – täglich in kleinen Schlucken eingenommen werden. Nicht so schnell pullern gehen, damit genügend Gold in den Körper diffundieren kann. Je nach Verfügbarkeit und Qualität kann bis zu einem Liter pro Tag getrunken werden. Der Effekt tritt augenblicklich ein und kann als strömend beschrieben werden. Es entsteht das Gefühl, dass sich Blockaden auflösen und der Körper sich entspannen und dabei intensiv und angenehm strömen kann.

Besonders geeignet ist das Gold für nervöse, leicht aus der Haut fahrende Menschen, die im Alltag vielleicht sogar ihre Galle spüren. Gold bringt Ruhe in die Seele und hilft, die große Gelassenheit zu bekommen.