Home Tags Posts tagged with "Zucker"

Zucker

0 0

Vom Fruchtgummi, dem Bundesinstitut für Risikobewertung und die Wahrheit über den Dickmacher Gummibärchen

Die Inquisition wurde oft als Institution beschrieben, die mit äußersten Methoden die Pflege der reinen Lehre organisiert: Aufspüren von Ketzern, Nachweis ketzerischer Tätigkeit, Gemeindeschutz durch Liquidierung gefährdender Elemente. Grundlage  ihrer Legitimation sind die reine Lehre und die absolute und endgültige Wahrheit. Ziel ist der Schutz der Gemeinde vor dem Bösen. Die Methoden der Durchsetzung entsprechen dem Grad der Bedrohung. Am bekanntesten ist die Inquisition des Heiligen Stuhls in Rom. Sie wird heute tendenziell negativ eingestuft: menschenverachtende Methoden (Folter), Auslöschen ganzer Bevölkerungsgruppen (Hexen/Kräuterweiber/Alchemisten). In modernen Demokratien – so scheint es – existieren derartige Instanzen nicht mehr. Scheinbar?Heutige Inquisition läuft viel subtiler und in längeren Prozessen ab. Ein gutes Beispiel für eine moderne Inquisition ist das BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung – und Nachfolger des Gesundheitsamtes.

Das BfR ist eine Einrichtung des BMELV

Das BfR ist eine Einrichtung des BMELV

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung ist im Besitz der reinen Lehre, denn es glaubt zu wissen was Gesundheit ist und was Gesundheit gefährdet. Auf dieser Grundlage deklariert sie Stoffe als Gesund bzw. gesundheitsgefährdend ein. Als staatliche Institution mit einem wissenschaftlichen Korpus verfügt es über die nötige gesellschaftliche Autorität, um geächtete Substanzen aus dem Alltagsleben dauerhaft und endgültig zu entfernen. Auf den ersten Blick scheint das Bundesinstitut für Risikobewertung eine gute Einrichtung zu sein, die ihre Gemeinde vor dem Bösen schützt.

Was aber wäre, wenn sie Gesundes als Ungesundes und Ungesundes als Gesundes deklariert? Was wäre wenn ihre absolute und endgültige Wahrheit auf falschen Axiomen basiert?  Die Wirkung auf die Gemeinde wäre fatal, sie würde sich mit ungesunden Stoffen umgeben und sie für gesund halten. Die Gemeinde würde krank werden und letztendlich aussterben. Und genau das geschieht in diesem Institut.

Bundesinstitut für Risikobewertung und der Fruchtgummi

Ein Beispiel. Das Bundesinstitut für Risikobewertunghat eine Stellungnahme zum Thema Fruchtgummi: Fitmacher oder Dickmacher“ herausgegeben. Das Fazit liest sich wie die Beschwichtigungen der Zuckerindustrie zum Thema Zuckerkonsum. Überragende intellektuelle leuchtturmgleiche Erklärungen zum Zuckerstoffwechsel wurden von mir fett hervorgehoben.

Der Vergleich der durchschnittlichen Energiegehalte von 100 g Fruchtgummi (300-400 kcal) mit dem von 100 g Milchschokolade (536 kcal), 100 g Hartkaramellen (391 kcal), 100 g Keksen (498 kcal) oder 100 g Dragees mit Schokoladenüberzug (372 kcal) zeigt, dass der Energiegehalt von Fruchtgummi dem anderer Süßwaren ähnelt. Der einzige Unterschied besteht in der Verteilung der Makronährstoffe: Während Süßwaren normalerweise neben einem hohen Zuckergehalt auch einen erheblichen Fettgehalt aufweisen, besteht Fruchtgummi praktisch nur aus Kohlenhydraten und enthält kein Fett.  Da Fruchtgummi in der Regel kein Fett enthält, hält das BfR Werbung mit dem Hinweis auf eine fettfreie Süßigkeit für überflüssig bzw. unter Umständen für den Verbraucher irreführend, denn Übergewicht ist vor allem eine Frage der Energiebilanz.

Andererseits ist mit Blick auf die mögliche dickmachende Wirkung einer hohen Kohlenhydratzufuhr von Fruchtgummi zu sagen, dass beim Menschen erst eine extrem hohe Zufuhr an Kohlenhydraten zu einer Netto-Fettsynthese (Lipogenese) führt (Minehira et al., 2004). Das heißt, dass bei praktisch fettfreier Ernährung die Oxidationskapazität für Glukose (ca. 500 g/d) überschritten und die Glykogenvorräte auf mindestens 500 g aufgefüllt sein müssten, bevor der Körper Kohlenhydrate in Fett umwandelt (Acheson et al., 1988). Biochemisch betrachtet ist dies dadurch begründet, dass Fett ohne große Umwandlungsprozesse im Fettgewebe eingelagert werden kann, während für die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett 20-25% der in Kohlenhydraten verfügbaren Energie verbraucht werden (Prewitt et al., 1991). Selbst bei massiver Überernährung mit Kohlenhydraten über einen Zeitraum von zehn Tagen konnte bei stoffwechselgesunden Menschen keine signifikante Lipogenese gemessen werden (Acheson et al., 1987).“
(http://www.bfr.bund.de/cm/343/fruchtgummi_fitmacher_oder_dickmacher.pdf)

Zucker wird bis zu einer täglichen Aufnahme von 500 Gramm vom BfR als gesundheitlich unbedenklich eingestuft und so den Fruchtgummis einen Persilschein ausgestellt. Erstaunlich nur, dass gegenwärtige Ernährungsbiologen zu ganz anderen Einschätzungen kommen. In New York wurde gerade der Verkauf von XXL-Softdrinks verboten, der Grund: über 60% der New Yorker sind adipös. Der Spiegel titelt in seiner aktuelle Ausgabe mit der Frage: Ist Zucker eine Droge die noch gefährlicher ist als Nikotin und Alkohol? Davon scheinen die Herren Professoren im BfR nichts zu wissen.

Wie ein Zuckersuchtkranker selbst sein Maß finden soll, läßt das Bundesinstitut für Risikobewertung im Dunkeln. Fruchtgummis werden sofort verstoffwechselt und der Blutzuckerspiegel steigt an. Vollkommen unabhängig davon, ob deser Zucker sofort zu Bauchfett verarbeitet wird oder nicht, mit dem Sinken des Blutzuckerspiegels kehrt der „kleine Hunger“ zurück. Bei schnell verdauten Zuckerprodukten sind das ca. zwei Stunden. Spätestens dann muss die nächste Zuckerquelle für einen erneuten raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels sorgen. Das ist der Zuckerhexenkreis und damit verdient die Süßwarenindustrie Milliarden. Und der angefressene Zucker wird mit Insulin direkt in weißes Bauchfett verwandelt. Vielleicht sollte sich das BfR aktuellere Forchungsergebnisse ansehen und nicht  schon 1987 fragwürdige Befunde zitieren.

So darf Herr Gottschalk weiter gute Laune bei seinen Bärchen-Werbespots verbreiten und Muttis haben ein gutes Gefühl wenn sie ihren Lieben einen kleinen Goldbären zur Belohnung in die Schnute schieben. Nur aufpassen sollte man – so laut BfR  – dass nicht zu viele gefährliche Vitamine und Zusatzstoffe beigemengt wurden. Oh glückliches Land, das seine Bevölkerung mit derartigen Institutionen schützen kann.

Dummer Weise sieht die Praxis, trotz BfR-Heiligsprechung des Zuckers anders aus. Deutsche Kinder verfetten zusehends und immer früher. Die Zahl adipöser Erkrankungen nimmt exponentiell zu und sorgt dafür, dass sich bereits Kinder Insulin spritzen müssen. Die stetige Verfettung mit den Lebensjahren wird inzwischen als ganz normaler biologischer Prozess angesehen. Selbstverständlich steigt der BMI im Alter an. Was mit 15 noch als übergewichtig gilt, ist mit 50 ein gesunder Mittelwert. So stehen die beiden Großinquisitoren Hensel und Wittkowski nicht im Verdacht, Wasser zu predigen und Wein zu saufen. Ihre Leibesfülle verweist darauf, dass sie selbst auch an die Zucker-Lehre ihres Institutes glauben.

Mediale Rezeption – BILD Dir Deine Meinung

Zu welch aberwitzigen Rückschlüssen die Kollegen in den Redaktionen kommen, nachdem sie sich über die ganze Wahrheit der Risiken von Fruchtgummis durch das Bundesinstitut für Risikobewertung informiertensoll hier dokumentiert werden:

„Wer beim Naschen trotzdem ein besseres Gewissen haben möchte, der kann zum Beispiel auf die bunten Bären aus Fruchtsaft zurückgreifen. Die enthalten zwar genauso viel Zucker, ihre Kalorien machen ebenso dick, dafür haben diese Tierchen aber keine künstlichen Farbstoffe. Einige Fruchtgummis kommen sogar ohne künstliche Aromen aus. Bei denen sorgt allein der Saft für Farbe und Geschmack.“ (Quelle: ZUCKER, GELATINE, FARBSTOFFE. Die Wahrheit über den Dickmacher Gummibärchen, http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/wahrheit/sind-gummibaerchen-gesund-und-ohne-fett-5769242.bild.html)

Unverständlich am BILD-Beitrag ist lediglich, warum sie keine BIO-Fruchtgummibärchen empfehlen. Zucker scheint besser zu schmieren.

 

Professor Dr. Reiner Wittkowski - Vizepräsident des BfR

Professor Dr. Reiner Wittkowski – Vizepräsident des BfR (wahrscheinlich leidenschaftlicher Kohlenhydrat-Konsumist)

Professor Dr. Dr. Andreas Hensel - Präsident des BfR

Professor Dr. Dr. Andreas Hensel – Präsident des BfR

Der Dank und ein Halleluja für diese Studie geht ferner an die aktuellen Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates des BfR.

Goldbeerenkonsumenten

Tom und Lena (zwei leidenschaftliche Goldberenkonsumenten) bedanken sich ganz lieb beim BfR für die wissenschaftliche Betreuung ihrer Ernährungsgewohnheiten.

Prof. Dr. Georg F. Backhaus Präsident des Julius-Kühn-Instituts (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Quedlinburg
Prof. Dr. Reinhard Böhm Universität Stuttgart-Hohenheim, Institut für Umwelt- und Tierhygiene
Prof. Dr. Dr. Hermann
F. Bolt Technische Universität Dortmund, Leibnizinstitut für Arbeitsforschung
Prof. Dr. Gerhard Eisenbrand Technische Universität Kaiserslautern, Institut für Lebensmittelchemie und Umwelttoxikologie
Prof. Dr. Karsten Fehlhaber Universität Leipzig, Institut für Lebensmittelhygiene
Prof. Dr. Johanna Fink-Gremmels Universität Utrecht, Fakultät Tiermedizin, Institut für Veterinary Pharmacology, Pharmacy and Toxicology
Prof. Dr. Markus Fischer Direktor Institut für Lebensmittelchemie der Hamburg School of Science
Prof. Dr. Gerhard Flachowsky Friedrich-Löffler-Institut (FLI) – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für Tierernährung, Braunschweig
Prof. Dr. Gerd Gigerenzer Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung für den Forschungsbereich Adaptives Verhalten und Kognition, Berlin
Prof. Dr. Andrea Hartwig Karlsruher Institut für Technologie Institut für Angewandte Biowissenschaften, Abteilung Lebensmittelchemie und Toxikologie
Prof. Dr. Monika Schäfer-Korting Freie Universität Berlin, Institut für Pharmazie
Prof. Dr. Roger Stephan Universität Zürich, Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygien

Siehe auch Cyanos Artikel zum Thema Zucker

1 4530

Welche Süßstoffe machen nicht dick?

 

Abnehmen bedeutet radikaler Verzicht auf Zucker und Süßes. Das fällt echten Süßschnäbeln sehr schwer und sie werden schwach. Die nun konsumierten Kohlenhydrate setzen dann mit einem Schlag das wieder an, was man mühsam eine Woche lang abgebaut hatte.

Nun scheint es aber Alternativen zum raffinierten Zucker zu geben. Angeboten werden Speisen für Diabetiker und Zuckerersatzstoffe für das alternative Süßen. Kaugummis werden als zuckerfrei angepriesen und sollen sogar für Diabetiker geeignet sein. Welche Zucker- und Süßstoffe sind nun geeignet, Bauchfett abzubauen und welche machen dick?

Entscheidend für das Dickmachen der vorzustellenden Süßstoffe ist, ob und in welchem Maße sie im Dünndarm oder der Leber in den Glucose-Stoffwechsel verdaut werden. Optimal ist, wenn der Süßstoff unverdaut in den Dickdarm gelangt und dort als Nahrung der Darmbakterien für eine gesunde Darmflora sorgen. Kommt es durch den Konsum dieser Inhaltsstoffe zu Blähungen und Durchfall, wird von den gestärkten Darmbakterien der Darm saniert und krank machende Einzeller wie bei einem Rohrreiniger weggeputzt. Keinesfalls sollte man dabei auf eine so genannte Unverträglichkeit schließen und zum Arzt rennen. Ist der Darm saniert legen sich die Blähungen und der Durchfall von alleine. Eine gute Methode seinen Darm zu sanieren ist, Pflaumen oder Birnen möglichst unreif zusammen mit saurem Joghurt zu essen.

Zuerst werden die alternativen Zucker vorgestellt, die in Maßen eingesetzt, problemlos in den neuen Speiseplan integriert werden können.

Mannit (Mannitol, E421)
Der eingedickte Fruchtsaft der Manna-Esche enthält 13% Mannit. Viel Mannit enthalten Feigen und Oliven. Mannit wird vom menschlichen Organismus nicht verdaut.

Accesulfam (Sunett, E950)
Accesulfam ist hitzebeständig und hat in höherer Konzentration einen bitteren Abgang. Accesulfam wird vom menschlichen Organismus nicht verarbeitet.

Isomalt (E953)
Auch Isomalt wird vom menschlichen Körper nicht verdaut. Dennoch schmeckt Isomalt wie Zucker. Isomalt kann in hohen Dosen eine abführende Wirkung haben.

Aspartam (NutraSweet, Canderel, Sanekta, Equal, E951)
Wird synthetisch aus L-Asparaginsäure und L-Phenylanilin hergestellt. Aspartam hat einen ähnlichen Energiegehalt wie Zucker, ist aber etwa 180-mal süßer. Darf nicht über 150 Grad Celsius erhitzt werden, da es sonst zerfällt und seine Süßkraft verliert.
Aspartam wird gerne im Netz als krebserregendes Teufelszeug dargestellt. Klinische Studien belegen dies jedoch nicht. Fakt ist jedoch, dass die Zulassung von Aspartam durch die FDA ein „Geschmäckle“ hat. Die Zulassung des Aspartams, 16 Jahre nach seiner Entdeckung soll durch das Vorstandsmitglied Donald Rumsfeld möglich geworden sein.
Aspartam wird im Körper NICHT in Fett umgewandelt. Aspartam wird im Körper in Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol gespalten. Asparaginsäure kommt im menschlichen Körper in den Synapsen des zentralen Nervensystems vor. Wer viel Spargel ißt nimmt ebenfalls große Mengen von Asparaginsäure zu sich. Phenylalanin ist für den menschlichen Organismus eine essentielle Aminosäure. Phenylalanin wird in der Medizin als Schmerzmittel und Stimmungsaufheller eingesetzt.
Methanol wird im menschlichen Körper zu Ameisensäure abgebaut. Große Mengen Ameisensäure haben toxische Wirkungen. Die mit dem Aspartam erzeugten Mengen Methanol reichen dafür jedoch nicht aus. Deutlich größere Mengen Methanols werden mit dem Genuß von Obstbränden aufgenommen.

Maltit – (E965)
Wird nicht im Dünndarm verdaut und kann so im Dickdarm die Darmbakterien mit Energie versorgen.

Stevia (Süßkraut, Honigkraut, in der EU als Lebensmittelzusatzstoff bisher nicht zugelassen)
Stevia wird vom menschlichen Organismus nicht verdaut. Aktuell sind sich die weltweiten Zulassungsbehörden uneins, ob und welchen Mengen Stevia als unbedenklich zugelassen werden könnte. Stevia scheint eine echte Alternative zu normalen Zucker zu sein. Stevia-Pflanzen können leicht selbst angebaut werden. Für jeden Zuckerkonzern wäre dieses Szenario eine Katastrophe, für die Meschnheit jedoch ein Schritt weg von der totalen Verfettung durch Zucker.

 

Süßstoffe die dick machen

Hier die alternativen Süßer, die zwar keine Insulin-Reaktion erzeugen, dennoch über die Leber in Glucose verwandelt werden. Diese Süßstoffe machen dick. Sie haben zwar nicht den glykämischen Wert von Haushaltzucker, sollten aber dennoch, wenn überhaupt, nur in kleinsten Mengen zu verbraucht werden.

Xylit (Pentanpentol, E967)
Wird im Unterschied zu Haushaltszucker nur zu 20% in der Leber und den Erythrozyten verdaut. Geht aber dennoch in den Glucose-Stoffwechsel ein und macht daher dick. Bei dauerhafter Einnahme soll auch der Dünndarm anfangen, Xylit zu verdauen.
2/3 der Xylits werden im Darm von Darmbakterien verstoffwechselt (Kohlensäure und Wasser).

Sorbit (Sorbitol, Glucitol, Hexanhexol, E420)
Wird insulinneutral zu Fructose und Glucose verdaut. Regt den Fettstoffwechsel an. Sorbit ist ein Dickmacher. Bei einem hohen Zuckerkonsum wirkt Sorbit aufschwemmend und steht im Verdacht, Grauen Star auszulösen.

Fructose (Lävulose)
Fructose ist Bestandteil von Obst und Honig. Wird in der Leber zu Glykogen und dann zu Glucose verarbeitet. Fructose ist ein großer Energielieferant, der jedoch nicht über den Insulin-Weg verarbeitet wird. Dennoch macht auch Fructose dick.
Fructose wird auch im Darm zu Lactulose verarbeitet. Lactulose kann vom menschlichen Organismus nicht verdaut werden. Jedoch können Darmbakterien (Lactubazillen und Bifidus) Lactulose verarbeiten. Fructose sorgt daher im Dickdarm für die Entwicklung einer ausgeglichenen Darmflora.
Der Fructose-Stoffwechsel wird durch die gleichzeitige Einnahme von Sorbit gebremst. So kann die Fructose in den Dickdarm gelangen, um dort Darmbakterien mit Energie zu versorgen. Natürlich kommt diese Kombination in Pflaumen und Birnen vor. Eine beschleunigte Fructose-Verdauung wird durch die gleichzeitige Einnahme von Glucose beschleunigt. Natürlich kommt diese Kombination in Bananen und Weintrauben vor.

 

 

3 4948

Ist Zucker das süße Gift? Zucker wird von der Zuckerindustrie seit Jahren als gesund und lebensnotwendig propagiert. Diese jahrelange Einflussnahme auf das öffentliche Gedächtnis hinterlässt Spuren. Zucker wird nur selten als problematisch angesehen. Lediglich Kindern gibt Mama nicht so gerne Zucker, wegen der Karies.

Die Zuckerverbände lassen Studien sprechen die zu folgenden Ergebnissen kommen: “Je höher der Zuckerverzehr war, desto seltener kam Übergewicht vor. Übergewichtige verzehrten jedoch mehr Fett als Normalgewichtige.” (Quelle: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker). Oder dies: “Diabetes Typ 2 kann entstehen, wenn bei einer genetischen Disposition Übergewicht und/oder fortgeschrittenes Lebensalter als Auslösefaktoren hinzukommen. Der Verzehr von Zucker mit der Nahrung hat jedoch keinen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit.” (Quelle: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker)

Zucker wird in der Deklaration der Zusatzstoffe oft umschrieben und wird als Dextrose, Sacchrose, Fruktose, Isoglukose, Stärkesirup oder Glucose aufgeführt.

Zuckerverbrauch nach Produktgruppen in Deutschland 2009-2010

Zuckerverbrauch in Deutschland 2009-2010: 3.126.000 Tonnen, davon wurden 381.278 Tonnen direkt von Endverbrauchern verarbeitet (Quelle: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker)

Zucker wird inzwischen in fast allen Lebensmitteln eingesetzt und ist nicht mehr nur in den klassischen Süßprodukten enthalten. Zucker wird anstelle des angeblich krebserregenden Nitrierpökelsalzes in der Wurst verwendet. Zucker wird zum Binden von Klebfleisch eingesetzt.

Leicht-Rohschinken von Wilhelm Brandenburg

Leicht-Rohschinken von Wilhelm Brandenburg. Erst die Zutatenliste verrät, da ist auch Zucker dran, 0,4% auf 100 Gramm.

Der gesunde und magere Kern-Schinken mit nur 0,2% Fett aus der Wursttheke entpuppt sich als mit Zucker und Stärke verklebte Fleischfasern. Wer nicht aufmerksam die Zutatenliste studiert ahnt nicht, dass er auch Zucker und Stärke verspeist, anstelle eines mageren geräucherten Stückes tierischen Eiweißes.

Vor allem Fertigprodukte zeichnen sich durch einen hohen Zuckeranteil aus. Zucker wird in Kartoffelsalat getan, um ihn geschmacklich “leckerer” zu machen. So kommt der Nadler Kartoffelsalat mit Joghurt auf einen Zuckergehalt von 7%.

In löslichem Kaffee (Geschmack Cappuccino) von Jacobs sind 44% Zucker enthalten. Tomatentchup ist ein besonders reicher Zuckerlieferant, Kraft Tomatenketchup kommt auf 23% Zucker – pro Flasche sind das 61 Stück Würfelzucker.
Die Steinofenpizza Hawai – eine eher salzig würzige Speise – kommt auf 6% Zucker. Der versüßte Genuss einer Pizza entspricht dem Verzehr von 8 Stücken Würfelzucker. Aber auch die biologisch dynamische Pizza will nicht auf den “Leckerfaktor” verzichten und kommt beispielsweise in der Bio Salami-Pizza von Alnatura mit 5% daher.

Die Regale in den Supermärkten füllen sich mit “Light-Produkten” die sich durch einen geringen Fettanteil auszeichnen. “Nur 0,1% Fett” prangt stolz auf dem Etikett. Da Fett ein Geschmacksträger ist, muss der Hersteller auf andere Träger ausweichen. In der Regel kommt dabei Zucker zum Einsatz. So sind Produkte mit Zucker versetzt, bei denen man gar keinen Zucker vermutet. Fettarmes “Light” ist in der Regel Strong im Zucker. Speiseeis ist ebenfalls ein extrem verzuckertes Lebensmittel. Landliebe Vanilleeis kommt auf 25% Zucker und Langnese-Vanilleeis auf 23% Zuckeranteil.

Besonders dramatisch sind die Zuckeranteile in Lebensmitteln für Kinder. 55% Zucker enthält Nutella, deklariert als besonders gesund. Das sind auf ein Glas Nutella 78 Stück Würfelzucker. Die für Kinder beworbenen Joghurtbecherchen “Fruchtzwerge” enthalten 12% Zucker. Aber auch Kindertees enthalten extrem hohe Zuckeranteile. So kommt der “Früchte-Tee” von Hipp auf einen Zuckeranteil von 97%. Ebenfalls für Kinder beworbene Kellogg’s Frosties enthalten 38% Zucker – pro Packung sind das 51 Stück Würfelzucker. Gummibärchen von Haribo (Goldbären) sind mit 45% Zuckeranteil dabei – knapp 33 Stück Würfelzucker pro 200 Gramm Packung. Die Milchschnitte – aufgemacht in der “Kinderserie“ – ist mit 29% Zuckeranteil dabei.

Eine große Zuckerquelle sind die Getränke. Bekannt ist der 11% Anteil an Zucker in CocaCola. Das entspricht bei einer Einliter-Flasche der Menge von 40 Stück Würfelzucker. Schweppes Bitter Lemon kommt sogar auf 13% Zucker.
Der Zuckeranteil von Obstsäften kann noch deutlich darüber liegen. Ein Kirschnektar kommt zum Beispiel auf 16% Zuckeranteil, entsprechend 58 Stück Würfelzucker.