Hermetische Gesetze – eine cyanitische Visualisierung

//Hermetische Gesetze – eine cyanitische Visualisierung

Cyanitische Visualisierung

Die sieben hermetischen Gesetze gelten in der hermetischen Kosmologie als universell.

1. Geist: Das All ist Geist, das Universum ist geistig.

2. Entsprechung: Wie oben, so unten; wie unten, so oben.

3. Schwingung: Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich, alles ist in Schwingung.

4. Polarität: Alles ist zweifach, alles hat zwei Pole, alles hat sein Paar von Gegensätzen…

5. Rhythmus: Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten, alle Dinge steigen und fallen, das Schwingen des Pendels zeigt sich in allem… Rhythmus kompensiert.

6. Ursache und Wirkung: Jede Ursache hat ihre Wirkung; jede Wirkung ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig. Zufall ist nur der Name für unbekanntes Gesetz.

7. Geschlecht: Geschlecht ist in allem, alles hat männliche und weibliche Prinzipien, Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen.

Rhythmus, Schwingung, Geburt und Tod, Entstehen und Vergehen scheinen im Logos zeitlicher  Abfolgen zu verlaufen. Tag und Nacht, Sommer und Winter, Geburt und Tod, Jugend und Verfall sind individuell erfahrbare, sinnlich faßbare Abfolgen/Verläufe. So sind sie unhinterfragte Axiome rationalen Denkens.

Auch die universellen Gesetze der Hermetik folgen strengen Regeln und Abfolgen, fixer und wiederkehrender Konstellationen. Ihren Rhythmus, ihre Muster zu erkennen, ist begehrtes Ziel der Astrologie und der Astronomie. Über Jahrtausende wurden Sternkonstellationen festgehalten, um die Wiederkehr von Mustern erkennen zu können. Die Muster sind der Schlüssel, alles Gewesene voraussagen zu können.

Das skizzierte Modell soll eine visuelle Stütze bieten, wie die einzelnen periodischen Polaritäten der Kräfte miteinander zur Wirkung kommen. Die Hermetik geht von strengen und vorgeschriebenen, nicht veränderbaren Abläufen aus. Das betrachtete Universum kann als eine Art mechanisches Werk betrachtet werden, dessen Teile sich in wiederkehrender Folge bewegen.

Die einzelnen Kräfte sind als sich drehende Achsen dargestellt. Ihre Radien definieren die Dauer und Intensität ihrer Kräfte, wie sie auf das System einwirken. Einfluß und Wirkung definieren sich durch die Faktoren:
Drehzahl in Relation zur Drehzahl des Kerns
Stärke der Kraft
Position, relative Entfernung zu anderen Kräften und zum Kern
Winkelausschnitt,  großer Winkel: Periode, kleiner Winkel: kurzes Ereignis

 

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Der Kern im Zentrum ist die Wiederholung des dargestellten Universums in einer kleineren Dimension. Er liegt in der Schnittachse zwischen energetischen Polen und zwischen dem männlichen und weiblichen Prinzip.

Die Summe der Einflüsse erscheint im Alltag chaotisch und zufällig. Das Gesetz der Entsprechung erzwingt jedoch auch für die alltäglichen Banalitäten ein festes wiederkehrendes Muster. Dieses Muster kann sich jedoch über den Zeitraum einer ganzen Periode erstrecken. Die Wiederholung und damit Identifikation der meisten Muster wäre so nur aus den Überlieferungen  früherer Aufzeichnungen möglich.

Der Maya-Kalender ist ein solches Werk. Er erhebt den Anspruch, die gesamte Periode des irdischen Universums aufzuzeigen. Auf dieser Basis ließen sich exakte Vorhersagen für die Zukunft treffen. Laut Maya-Kalender ist zur Wintersonnenwende 2012 der letzte Zyklus abgeschlossen. Ob dann die Welt unter geht, ist nur eine Interpretation. Geht sie nicht unter, geht der Zyklus von neuem los. Vielleicht ist der Termin jedoch auch „nur“ das Ende einer bestimmten Zyklenform. Wir werden es erleben.

Für den Hermetiker sind andere Aspekte interessant. Laut Hermetik kann sich der Strukturerleuchtete in die Lage versetzen, bewußt die schwingenden Einflüsse der Kräfte für sich auszunutzen. Schwingungshochs dienen zur Beförderung auf noch höhere Energie-Ebenen, Schwingungstiefs werden durch mentale Anstrengungen neutralisiert. Der Hermetiker kann sich also Kraft seiner Kenntnisse über die Prinzipien und die Musterverläufe, über die Einflüsse der Kräfte hinwegsetzen, sie jedoch nicht ignorieren.

Vor allem aber sind die hermetischen Gesetze ein wesentliches Instrumentarium für die Analyse des Unbekannten. Die Wiederholung der Muster, im kleinen und großen, im unten und oben geben einen strukturellen Einblick in sonst verschlossene und versteckte Zusammenhänge.

 

2012-12-25T05:38:02+00:00By |