Hummus a la Cyano

Cyano Hummus

Wichtigster Unterschied bei der Zubereitung ist, daß das Mehl der rohen getrockneten Kichererbse verwendet wird. Eine alte Kaffeemühle mit rotierenden Schneidmessern pulverisiert die Kichererbse zu einem sehr feinen Mehl. Diesem Mehl werden folgende Zutaten beigegeben die ebenfalls bereits fein gemahlen oder gehäckselt wurden:

Zutaten:

–        Sesamkörner
–        Kefir
–        Knoblauchzehen
–        Kreuzkümmel
–        Muskatnuss
–        Zitronensaft
–        Salz
–        Färber Distel-Öl
–        Oregano
–        Wasabi
–        Chili, Peperoni, Paprika
–        Limettenblätter
–        Sauerkraut

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Die Menge der einzelnen Zutaten orientiert sich am individuellen Geschmack.Auf keinen Fall die Kichererbsen mit einer Zutat übermäßig überfrachten. Der Grundgeschmack zwischen Kichererbse und Kreuzkümmel sollte immer zu schmecken sein. Das ist die zentrale Geschmacksachse.

Mit den genannten Grundzutaten lassen sich undendlich viele Nuancen kreieren, von mild nussig (mehr Sesam und Muskatnuß), über pikant und frisch (mehr Kefir, Zitrone, Sauerkraut und Limette), bis zu rassig und scharf (Wasabi, Chilli, Peperoni, mein Favorit).

Das fertige Mus kann mit einer Paprikaschote oder einem Chicorée-Blatt gelöffelt werden. Sehr lecker ist die Zubereitung auf einer längs aufgeschnittenen und im Backofen angerösteten Zucchini.

Mit ein wenig Olivenöl lassen sich aus dem Cyano-Hummus auch kleine Plätzchen auf der Bratpfanne herstellen.  Diese mit viel Petersilie und Pinienkernen garnieren. Zum Schluß einen Spritzer Zitronensaft über alles träufeln.

Hummus a la Cyano
Hummus a la Cyano

Gut gelungen und über Nacht im Kühlschrank gereift, ist der Cyano-Hummus eine eigene Speise, die nicht allzu lange in der Nähe stehen sollte – vorsicht Suchtgefahr. Gerade beim ersten Ausprobieren etwas vorsichtiger damit umgehen.

Das Originalrezept hat es in sich und stellt eine körperliche Prüfung des angehenden Lichtmenschen dar. Die Verdauungskanäle sollten für dieses Rezept bereits weitgehend saniert sein. Polysachcharide werden nicht aus der Kichererbse gewässert und die Erbsen werden auch nicht vorgekocht. So entfalten die Kichererbsen ihre ganze Kraft. Polysachcharide werden metabolisch nicht verdaut, jedoch von Darmbakterien. Sie bekommen ordentlich Nahrung, so daß sie sich üppig entfalten können. Die Darmbakterien beginnen nun mit ihrer eigentlichen Aufgabe und lösen mit ihrer Schutzhülle aus Wasserstoffperoxyd alles auf was Einzeller ist und nicht in den Darm gehört. Dabei entsteht Wasser und Sauerstoff. Das führt zu Blähungen und Darmwinden und ist ein Beleg für die Wirksamkeit des Rezeptes.

Eine Rezeptvariante ist, gekochte Kichererbsen zu verwenden bei der die Polysachcharide bereits weitgehend heraus gespült sind.

Diese Speise ist nicht nur lecker, sondern aufgrund ihrer Zutaten auch äußerst gesund und auch für den Weg ins Licht eine köstliche Ergänzung des täglichen Speisezettels. Die in den Kichererbsen enthaltene Stärke sind Kohlenhydrate aufgrund ihrer Zuckermehrfachbindung metabolisch nicht verwertbar. Der hohe Eiweißanteil bildet dagegen ein hervorragende Quelle für die anabolen Stoffwechselpozesse.