Lippen

Lippen sind das wichtigste Organ des Gesichtes. In der Evolution sind sie das ursprünglichste Organ – der äußerste Rand des Nahrungs-Ansaugrohres. Wer eigentlich durch diesen Eingang gespeist wird, soll zunächst im Hintergrund bleiben.

Gib einem Kreis einen Mund und schon hast Du ein Gesicht. Lippen beschreiben den Gemütszustand eines Menschen. Der lachende und der weinende Mund repräsentieren das Universum menschlicher Gefühlsregungen. Lippen sind blass, schmal, blutleer, blau, voll, rot wie Blut, feucht, angeknabbert, sinnlich oder zerbissen.

Will man jemanden besser verstehen, sieht man ihm auf die Lippen. “Read my lips”. “Jemanden genau auf die Lippen zu sehen” bedeutet eigentlich, genau hinzuhören.

Bei der Geburt eines Menschen sind die Lippen rund und voll. Ein Baby hat einen klassischen Küßmund. Dieser Mund mit seinen runden und vollen Lippen gehört, wie die riesigen Kulleraugen auch, zum Kindchenschema. Die Lippen sind so voll mit Leben, dass der Mund immer etwas geöffnet ist und dem Gesicht den Ausdruck permanenter Verwunderung verleiht. Im Laufe eines Menschenlebens werden diese Lippen immer kleiner. Ist ja eigentlich auch ganz logisch, die Proportionen eines Menschen ändern sich eben. Das ist unsere biologische Uhr, die aus den einst so vollen und runden Lippen zwei schmale Schlitze macht, so die allgemeine Vorstellung von den Hintergründen dieses Prozesses.

Aus dem Blick neugieriger Verwunderung wird mit den Jahren ein Gesichtsausdruck feindlicher Abkehr, verursacht durch schmale Lippen und hängende Mundwinkel. Besonders Frauen leiden darunter, dass sich mit den Jahren hässliche Falten senkrecht in den Rand der Oberlippe schneiden. Männer achten weniger auf ihre Lippen und bedecken sie gerne mit ihrer Gesichtsschambehaarung. Frauen lassen sich Botox und Anderes unter die Haut spritzen, um auf ihren Lippen auch nur einen Hauch einstiger Fülle wiedererstehen zu lassen. Sie verwenden farbige Wachsstifte, um die Farbe ihrer Lippen zu manipulieren und die äußeren Lippenränder zu expandieren.

Es besteht also zumindest unter den Frauen ein deutlicher Hang, ihre Lippen zu tunen. Sie wissen, schöne Lippen sind die halbe Miete für ein schönes und vor allem jugendliches Gesicht. Schmale Lippen wirken hingegen verkniffen, verschlossen und alt. Mit Trägern schmaler Lippen wird Egoismus und Streitsucht assoziiert. Hängen auch noch die Mundwinkel herab…

Lippen sind ständig trocken und platzen im Winter gerne auf. Es gibt eine ganze Industrie, die mit nichts als mit Lippenpflegemitteln ihr Geld verdient. Ein Lippenpflegemittel gehört zu den 10 wichtigen Dingen, die eine Frau in ihrer Handtasche mit sich führt.

 

Lippen – ein Forschungsfeld

Wenn Lippen eine solche Bedeutung im menschlichen Leben haben, warum sollen sie nicht auch als Beispiel zyanitischer Heilslehre dienen können? Jeder kann sich sofort direkt vor dem Spiegel einen Eindruck über den Zustand der eigenen Lippen verschaffen. Ihre Anatomie, die einzelnen Befunde und Phänomene sind leicht einsehbar und so problemlos nachvollziehbar. Was aber die Lippen zu etwas Besonderem macht ist, dass sich ihr Zustand und ihre Bearbeitung auf jedes Körperorgan übersetzen lassen. Pars pro toto stehen die Lippen und ihre Veränderungen im Laufe eines Lebens für den gesamten menschlichen Organismus. Das Kleine wiederholt sich im Großen.

Gelänge es, Lippen wieder in ihren kindlichen Zustand zurückzuverwandeln, bestünde Hoffnung, dies auch mit dem Rest durchführen zu können.

Ist es also möglich, die Lippen wieder in Form und Größe in Proportion zur Kopfgröße wachsen zu lassen? Um Missverständnisse zu vermeiden, es geht nicht darum, durch Implantate oder Schönheitsoperationen, Spritzen oder Ähnliches, Form und Größe zu manipulieren. Nein, es geht um die Wiederherstellung des geburtlichen Status Quo der Lippen. Schauen Sie sich ein Foto an, auf dem Ihr Babygesicht abgebildet ist. Vergleichen sie diese Lippen mit den Lippen, die Sie in Ihrem Spiegelbild erblicken. Aktivieren Sie Ihre Phantasie und übertragen Sie diese Lippen auf Ihr Gesicht. Das würde bestimmt ziemlich seltsam aussehen, oder?

Der nachfolgende Text beschreibt zunächst den Aufbau der menschlichen Haut, wie sie sich aus den Untersuchungen zu den Lippen ergaben. Warum die Anatomie genau so beschrieben wird und andere Herleitungen, sollen später erläutert werden. Hier soll es vor allem um die Vermittlung eines Erkenntnisstandes gehen.

Ich wünsche spannende Lektüre bei einer Reise in einen unbekannten Körper.

 

Haut

Was im Biologieunterricht und an Universitäten zur Haut gelehrt wird, ist falsch. Es ist so falsch, dass jede auf diesem Anatomiekonzept basierende Therapie Gefahr läuft, eher zu schädigen als zu heilen.

1. Haut wächst nicht von innen nach außen.

2. Es gibt keine Veränderung des Hautgewebes von innen nach außen.

3. Die Unterteilung in Lederhaut und Bindegewebe ist sinnlos, ist doch die so genannte Lederhaut auch nur Bindegewebe.

4. Poren sind nicht Bestandteil menschlicher Haut.

5. Die menschliche Haut beginnt an der Stelle, wo die Medizin heute ihre Betrachtung beendet, unterhalb der sogenannten Unterhaut noch unter den Fettzellen.

Der menschliche Organismus ist einmal und ringsherum eingeschlossen in eine Gewebeschicht, die wir als Haut bezeichnen. Äußerlich ist es jene Haut, die um unseren Körper herum zu sehen ist, innerlich ist es die Schleimhaut, die sich von den Lippen bis zur Rosette des Schließmuskels erstreckt. Diese Schicht besteht aus Fettzellen, Wasser, Bindegewebe, schleimbildenden Drüsen, schleimabsaugenden Drüsen und einer Körnerschicht. In sie eingelagert sind Kanäle und Nerven.

Wichtigste Akteure für den hier zu behandelnden Prozess sind die Körnerschicht und das Bindegewebe. Von Geburt an beginnt das Bindegewebe Schichten auf der Haut zu bilden. Sie sind hauchdünn und können zunächst noch sehr leicht reißen. Besonders gut läßt sich das bei aufgerissene Lippen verfolgen. Belastet man sie zu früh, reißen sie wieder auf. Die erste dünne Bindegewebsschicht hat der Zugkraftbelastung noch nicht stand halten können. Bindegewebe besteht aus Kollagen. Das ist eine Eiweißverbindung die Eigenschaften von Heißkleber besitzt. Bei Arbeitstemperatur ist sie äußerst rissfest und dehnungsstabil. Sie dichtet auch hervorragend ab und ist gegen viele Chemikalien extrem resistent.

Das Wachstum des Bindegewebes wird von der Körnerschicht aus gesteuert. In der Körnerschicht befinden sich kleine schwarze und weiße Körner. Sie stehen untereinander in Kontakt entlang langer Kanäle aus Bindegewebe,  unsichtbar unter vielen hauchdünnen Schichte Bindegewebe versteckt. Die Körner sind die Aktionszentren. Sie sind zuständig für ihr Areal und mit der Außenwelt durch eine kleine Röhre verbunden – dies Pore. Durch die verbindenden Versorgungsröhren schiebt  sich eine weiße Creme, die die Körner mit Energie und Hilfsstoffen versorgt. Manchmal kommen die Körner als Mitesser nach oben auf die Haut. Leider bleibt nach der Entfernung des Mitessers ein Teil in der Porenröhre und kann sich so problemlos reproduzieren. Jede Entzündung in der Haut geht letztendlich auf ein solches Korn zurück.

Diese schwarzen Körner sind Meister der Genetik. Treffen sie auf Blut, können sie dieses Blut im Bruchteil einer Sekunde “gerinnen” lassen. Das geronnene Blut ist die Blitztransformtion einer Körnerzelle, die so ihre Behausung schützt. Unterhalb des geronnenen Blutes kann sie dann in Ruhe neue Schichten von Bindegewebe bilden. Ohne Körnerzelle auch keine Bindegewebsproduktion! Letztendlich hängt es von der Anwesenheit der Körnerzellen und seines Schorfes ab, ob eine Wunde tatsächlich narbenfrei verheilen kann, oder ob sie langsam durch viele dünne Bindegewebsschichten verschlossen wird. Das Ergebnis sieht ziemlich unschön aus und wird als Narbe bezeichnet. Narben haben verschiedene unangenehme Eigenschaften. Sie können austrocknen und dann reißen. Bei Luftdruckänderungen können sie anfangen zu schmerzen. Die Narbe ist ein Fremdkörper auf der Haut und wird es bis zum Tode bleiben.

Soll eine Wunde tatsächlich verheilen, ist auf die Abwesenheit von Blut und/oder der Körnerzellen zu achten. Schorf ist in jedem Falle restlos zu entfernen. Das tut zunächst sehr weh, aber jeder kennt das befreiende Gefühl, ist der Schorf erst einmal herunter. Die Wunde schmerzt  nicht mehr und fühlt sich viel freier an. Kleine Kinder pulen sich intuitiv diesen Schorf ab, und das ist gut so.

Auch in den Lippen existiert eine Körnerschicht. Die Körner sind kreuzweise untereinander verbunden und bilden mit der Zeit vom linken zum rechten Mundwinkel ein durchgehendes Band aus Bindegewebe. Eine zweite Struktur aus Bindegewebe läuft kreuzweise von außen nach innen. Jeder Hautriß auf den Lippen, jede Herpes und jede andere Hautirritation wird von den Körnerzellen identifiziert und umfangreich mit Bindegewebe bedeckt. Das große Querband ist leicht zu identifizieren. Wenn man je einen Finger in die Mundwinkel legt und die Lippen auseinanderzieht, kann man das weißlich helle Band sehen, wie es unter der Haut verläuft. Zu sehen sind auch die Streifen, die quer über die Lippen in den Mund hinein verlaufen. Sie verleihen den Lippen ihr typisch faltiges Aussehen. Diese quergestreiften Kanäle sind Versorgungskanäle, die vom Mund- und Rachenraum in die Gesichtshaut reichen.

Wenn man sanft innen über die gespannten Lippen streift, treten die schwarze Körner hervor und lassen sich einfach abwischen. Ja, die schwarzen Körner reagieren auf Streicheleinheiten und lassen sich mit verschiedenen Tricks aus ihrem Bau locken.

Diese Eigenschaft bildet die Basis für die Strategie, die Lippen wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.

 

Reproduktion ursprünglicher Lippenpracht

Wenn das Bindegewebe sich im Laufe der Jahre immer massiver über die Lippen legt, nimmt es auch zunehmend formenden Einfluss auf die Lippen. Im Ergebnis sind die Lippen so extrem mit Bindegewebe bedeckt, dass sie gar nicht mehr zu sehen sind und vollständig in Bindegewebe eingehüllt sind. Besonders unschön erscheinen dann die so genannten Plisséefältchen. Die Fülle ist vollständig genommen und die Lippen fühlen sich schmal und fest an.

Doch unter dieser scheinbar gealterten Lippe schlummert die wirkliche Lippe, auf ein Maximum zusammengezwängt und ohne jeden sinnlichen Kontakt zu ihrer Außenwelt. Sie gilt es aus endlosen Schichten Bindegewebes und den Verbindungskanälen der Körner zu befreien. Eine einfache Methode ist, die bei eisiger Kälte  aufgesprungenen Lippen (Bindegewebe wird bei Kälte hart wie Stein) vorsichtig abzureißen. Dies führt in der Regel zu einem tiefen Riß auf der Lippe, die dann stark zu bluten beginnt. Die scheinbar abgestorbene Oberhaut der Lippe hat eine sehr intakte Verbindung ins Innere. Diese Methode führt daher nur zu tiefen Rissen auf der Lippe, ändert jedoch an der Situation letztendlich nichts.

Der beste mir bekannte Weg ist, die einzelnen Bindegewebsschichten mit geeigneten Mitteln vorzuweichen und dann Schicht für Schicht abzukratzen. Bei diesem Vorgang wird die Bindegewebsschicht verdünnt. Gleichzeitig werden kleine und größere Röhren freigelegt, über die die Körner miteinander verbunden sind. Zunehmend kommen bei diesem Verfahren die schwarzen Körner nach oben auf die Haut und können so leicht entfernt werden. Mit der richtigen Reibetechnik lassen sich auch die Röhren direkt aus den Lippen ziehen. Es wird also nicht nur die oberste Bindegewebsschicht abgetragen, sondern Schritt für Schritt auch die Struktur unter der Bindegewebsschicht bis tief in das Muskelfleisch abgerieben. Es erzeugte ein angenehm juckendes und befreiendes Gefühl, wenn die Lippe von diesem Gewebe befreit wird.

Das Lippengewebe ist mit weißen Fäden durchzogen, wie es aus dem Muskelfleisch beim Rinderbraten bekannt ist. Es sind die dünnen weißen Fäden, die sich durch das Muskelgewebe ziehen. Und wie bei den Lippen lassen sie sich auch hier vorsichtig aus dem roten Muskelfleisch ziehen.

Wie in der Archäologie wird eine Bindegewebsschicht nach der anderen abgetragen. Und wie in der Archäologie kommen nach und nach alle Artefakte ehemaliger Lippenproblemezum Vorschein. Denn sie wurden nie geheilt, sondern immer nur verpackt. Mit dem Wissen um die Anatomie dieser “Wunde”, kann sie nun jedoch einfach weggerieben werden. Denn unter der imposant inszenierten Wunde ist glatte und unversehrte Lippenhaut.

In einem kleinen Video habe ich für den ungläubigen Zeitgenossen einen solche Behandlung dokumentiert. (Video folgt in Kürze) 

Das Entscheidende an dem beschriebenen Vorgehen ist weniger, die Kollagenschichten abzutragen. Diese bilden sich innerhalb weniger Stunden neu. Wichtig ist es, die weißen Verbindungskanäle und die Körner heraus zu ziehen. Erst wenn die Körner entfernt sind, bleiben auch die Lippen frei und es bildet sich keine neue Bindegewebsschicht. Alles Andere ist der Kampf gegen Windmühlen und wenig befriedigend.

Nach einer intensiven Behandlung bleiben extrem gefaltete Lippen zurück. Das ist die tatsächliche Hautoberfläche. Das Muskelfleisch darunter muss sich zunächst erst einmal aus seiner jahrelangen Quetschlage befreien. Leichte Massagen der Lippen unterstützen das Gewebe dabei. Auf einmal kann man den Wind auf den Lippen spüren. Die Lippen werden weich wie Götterspeise und haben eine glatte Oberfläche. Es entsteht ein Lippengefühl, dass man zuletzt als kleines Kind gespürt hat. Die Mundwinkel heben sich wieder nach oben und die Lippen beginnen, ihre ursprüngliche Kußmundform wieder herzustellen. Streicht man zart mit dem Finger über die Lippen entstehen körperliche Sensationen, wie man sie sonst nur aus den Bereichen der erogenen Zonen kennt.

Das Wichtigste jedoch ist, dass die Versorgungszufuhr zwischen Mund- und Rachenschleimhaut hin zur Gesichtshaut unterbrochen ist. Die Nachschubkanäle sind so teilweise unterbrochen. Leider gibt es noch weitere Verbindungen direkt in der Wange, die sich durch die Wange bohren. Sie lassen sich sehr leicht mit der Zungen spüren und auf die gleich Weise wie bei den Lippen, wegreiben.

Wie beschrieben lassen sich alle Narben, Pickel und andere Hautgewächse vollständig entfernen. Wie bei den Lippen muss man sich auch hier bewußt sein, dass alle Pickel und Verletzungen in ihrer ganzen Pracht wieder hervor kommen. Nur kommt diesmal kein Pflaster und keine Fettcreme darüber. Dieses mal wird einfach weggerieben. Wie auch bei den Lippen kann man die Verbindungskanäle ziehen. Sie erscheinen als kleine weiße Fädchen, auf den ersten Blick wie abgestorbene Hautfasern. Kleinere Strukturen lassen sich sanft wegreiben. Bei tief sitzenden Verhärtungen muss man stärker und massierender aufdrücken. Wichtig ist auch die Haut möglichst stark auseinander zu ziehen. Das weiße Gewebe läßt sich so einfacher ziehen.

 

Resümée

Es geht es bei der Beschreibung des Vorganges nicht darum, für Kosmetikinstitute eine Lippentherapie zu entwickeln. Vielmehr zeigt die erfolgreiche Behandlung der Lippen, dass der Ansatz stimmt, dass Bindegewebe keine Schutzfunktion als vielmehr eine Okkupationsfunktion besitzt. Bindegewebe ist nicht nur an den Lippen tätig. Bindegewebe wächst permanent überall im Körper. Bindegewebe macht mit den Jahren Gelenke steif und läßt sie nach und nach verkalken. Bindegewebe wird immer dicker und verhärtet mit Hilfe des Kalks zu einer knochenähnlichen Masse. Im Meer entsteht aus der gleichen Verbindung zwischen Kollagenschichten und Calciumcarbonat das bekannte Perlmutt. Es ist das Bindegewebe, dass die Gelenke entzünden läßt und ihre Bewegung immer weiter einschränkt. Es ist Bindegewebe, dass sich über die Augen legt und so die Dioptrien der Linse verändert und sie eintrübt. Und es ist Bindegewebe das verhindert, dass gerissenes Nervengewebe wieder zusammenwachsen und Strom leiten kann. Es ist das Bindegewebe das unser Gesicht immer faltiger werden läßt und uns mit den Jahren verkleinert und krumm macht. Und es ist auch das Bindegewebe, dass nach dem Tod weiter wächst und die Haare und Nägel immer länger werden läßt. Das Bindegewebe bildet die Struktur für die Versorgung und die Kommunikation der schwarzen Körner. Das Bindegewebe ist die Haut des Parasiten der uns schon vor unserer Geburt befallen hat und Zeit unseres Lebens unseren Körper zunehmend in seinen Funktionen einschränkt.

Es ist das Bindegewebe und seine Schleimhaut die für fast alle krankhaften Prozesse im menschlichen Organismus verantwortlich sind. Daher sind alle Therapien die dafür sorgen, dass sich das Bindegewebe gut entwickeln kann, kontraproduktiv.

Therapeutische Praxis ist heute, dem Symptom so lange mit dem Holzhammer auf den Kopf zu hauen, bis es weg ist. Anstatt das Bindegewebe fern zu halten, wird es in seiner Produktion beispielsweise mit Hyaluronsäure unterstützt. Ohne Bindegewebe keinen Sonnenbrand. UV-A Strahlung zerstört Bindegewebe. Vorsorgende Menschen versehen sich daher mit viel UV-A Blocker, weil UV-A ist ja krebserregend. Aber, Hautkrebs ist auch nichts anderes als frei drehendes Bindegewebe, ausgelöst durch außer Kontrolle geratene schwarze Körner. Diese Körner sind in der Lage, innerhalb des Bruchteils einer Sekunde alle Formen zu bilden die in seinem genetischen Code verankert sind. Ich konnte mehrfach beobachten, wie bedrängte Körner plötzlich mehrere Zentimeter lange Haare bildeten. Läßt man ein solches schwarzes Korn in einen flüssigen Blutstropfen fallen, gerinnt das Blut sofort und bildet eine schwarz krustige Struktur, die nicht selten an Insekten erinnert.

Der Abbau des Bindegewebes ist nach dem Abbau der Fettreserven der zweite wesentliche Schritt, seinen Körper zu befreien. Bindegewebe umschließt jede Fettzelle. Es reicht nicht, diese Zelle leer zu hungern. Die Zellstruktur und all seine Versorgungskanäle bleiben erhalten. Erst die Kombination aus Abnehmen und gleichzeitigem Abbau von Bindegewebe sorgt für eine vollständige und endgültige Vernichtung der Schwimmringe. Nur so kann der JoJo-Effekt verhindert werden. Bleibt das Bindegewebe erhalten wird der “Körper” jede Gelegenheit nutzen, seine “Energiereserven” wieder aufzubauen, was ihm bei der kohlenhydratreichen Kost auch nicht weiter schwer fällt. Denn das ist die Hauptfunktion dieses Eingangs von Anbeginn der Evolution vor etwa 600 Millionen Jahren, Kohlenhydrate zu verinnerlichen.

2012-09-19T10:49:28+00:00By |