Vom Dilemma der Erkenntnis

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Die moderne Physik beantwortet das Phänomen der Gravitation in den Axiomen von Einstein und Newton. Längst wurde empirisch nachgewiesen, dass diese Modelle nicht universell also selbst relativ sind. Dennoch erarbeiten Physiker unermüdlich neue Experimente im Rahmen dieser Axiome. Wie auch in der Religion wird ein  Zweifler des wahren Gottes aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Wer an einem Axiom zweifelt, zweifelt an der Schöpfungsidee selbst. Wer Forschungsmittel akquiriert wird leer ausgehen, erweckt er den Verdacht, den Gott seiner Wissenschaft anzuzweifeln. Der Rahmen ist durch die Axiome festgelegt. Wer sie überschreitet, steht außerhalb der axiombasierten Regelgemeinschaft. Er ist ein Abweichler, ein Renegat, ein Ketzer, ein Verräter, ein Abtrünniger, die Antithese.

Der Weise ist so Weise, daß er sich seiner Weisheit sicher weiß. Eine universelle und allgemeingültige Weisheit, wäre perfekt in alle Zeiten. Jede ihrer Überprüfung würde jedoch auf den eigenen Axiomen basieren sich immer wieder als vollkommene Weisheit bestätigen.

Bereits die Johannes-Apokryphen warnen vor der verunreinigten Sophia. Sophia ist die Liebe zur Weisheit. Die verunreinige Sophia ist die Weisheit, die auf einem falschen Axiom basiert. Johannes warnt, dass die Menschen von der verunreinigten Sophia blind gemacht wurden. Sie erkennen nicht mehr sie wissen bereits.
Pronoia, die Liebe zur Erkenntnis, machte sich daher heimlich auf zu den Menschen und versuchte sie zu erwecken. „Wache auf aus Deinem tiefen Schlaf und sieh.“ Erkenne die Wirklichkeit, die Realität, die Gegenseite der Matrix. Es ist der Erweckungsruf der Gnostiker.Er wendet sich gegen den Hochmut der Weisen, sich selbst als Krone der Schöpfung oder Evolution zu feiern.

Mit dem Axiom von der Krone des Menschen erhält alles im menschlichen Körper eine lebensnotwendige Funktion zugeschrieben.  Was aber, wenn sich ein fremdes Organsystem im Laufe der Evolution in den menschlichen Körper eingenistet hat? Wenn er als Parasit den Körper vereinnahmt und seine Funktionen für sich mißbraucht. Er wird von der Medizin nicht als Fremdkörper enttarnt,  es war schon immer da und jeder hat es.  In allen Anatomiebüchern sind die Organe und seine Verbindungskanäle ordentlich dargestellt und mit lateinischen Namen versehen. Jeder Medizinstudent im ersten Semester lernt vom Professor seine körperrelevanten Funktionen. Es ist da und wird nicht hinterfragt, in seiner Existenz in Frage gestellt. Im Gegenteil, dieses nichtmenschliche Gewebe wird als Beleg herangezogen, um die menschliche Evolution in eine Genealogie der Pilze einzureihen. Bei der Zellteilung ablaufende Prozesse, die die Erbinformation der DNA manipulieren und verfälschen, werden als evolutionärer Vorteil in der Varianz gefeiert. Dabei ist es genau dieser Prozess, der der menschlichen Zelle bei ihrer Teilung die Fähigkeiten einer embryonalen Stammzelle raubt.

Wie die Physik mit ihrem Deutungsdilemma der Phänomene der Gravitation, hat sich die Medizin in eine Sackgasse verrannt. Sie hat erfolgreiche Instrumente entwickelt, Symptome mehr oder weniger gut zu beherrschen. Nur auf die hinter den Symptomen liegende Ursache kommen sie mit ihrer Weisheit nicht.

2013-05-21T22:43:55+00:00By |