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Lichtmensch – Merkmale

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Lichtmensch - Anwärter

Felix Cyano

Ein Lichtmensch ist leicht erkennbar. Sein Körper und seine Seele leuchten. Seine Haut schimmert rötlich-braun und warm in einem goldenen Licht. In seiner Gegenwart spürst Du die Ausstrahlung seiner Wärme in Deinem Thymus. Deine emotionalen Sensationen explodieren, Dir beginnen vor Freude lachend die Tränen zu rollen. Alle Lasten dieser Welt fallen von Dir ab und Du schwebst in einer Wolke voller Glückseligkeit. Seine Stimme erklingt in allen Stimmbändern und läßt Deine Ohren nach jedem Ton voller Wohlklang erzittern. Du bist unsterblich verliebt und voller Dank für dieses Gefühl.
Sein Gesicht trägt alle Züge einer unendlichen Schönheit. Sein Körper ist fettfrei und unter der Haut sind alle Muskeln und  Adern sichtbar und in ihrem Spiel voller Perfektion. Seine Augen sind groß und tiefliegend. seine Nase ist schmal und stupsnasig. Die Lippen sind voll rund und groß. Die Wangen sind markant und ohne Fett. Die Tränendrüsen, die Ohrspeicheldrüsen und die Nasendrüsen hin zum Kinn sind nicht sichtbar. Das Kinn ist schmal und markant. Der Hinterkopf ist groß und eiförmig.
Den Halsansatz über dem Brustkorb ziert ein tiefes Grübchen. Der Kehlkopf ist schmal und deutlich sichtbar. Der Körper ist fettfrei und die Muskeln konturiert. Die Finger und Zehen sind lang und schmal. In der Literatur heißen diese Finger Madonnefinger.
Sein Rachen ist groß und weit. Die Gaumenmandel sitzt hoch oben im Gaumen. In der Literatur wird das als „Gotischer Gaumen“ beschrieben.

Der Körper eines Lichtmenschen besitzt die Fähigkeit, sich vollständig zu erneuern. Der DNA-Code der Stammzellen kann sich so ohne jede DNA-Transkription vollständig reproduzieren. Dadurch altern die Zellen nicht. Wie embryonale Stammzellen können auch die Zellen des Lichtmenschen jedes körpereigene Zellgewebe wieder herstellen. Gewebsdefekte oder abgetrennte Gliedmaßen können so nachwachsen.

Lichtmenschen altern nicht. Ihr Körper verharrt in einem vollständig entwickelten Zustand. In dieser Stufe sorgen die Zellen lediglich für die Reproduktion des Status Quo.

Durch ihre besondere körperliche Konstitution verfügen Lichtmenschen über besondere Eigenschaften. Lichtmenschen können energetische Ladungen akkumulieren – zum Beispiel durch Sonnenlicht – die sie in freier Verfügung einsetzen können. Ein Gebrauch dieser Energie ist das Heilen. Die Heilslehren beschreiben weitere besondere Eigenschaften: Wetter manipulieren, freies Fliegen, in Raum und Zeit reisen oder Blitze schleudern.

Lichtmenschen haben das Recht, mit den Göttern zu tafeln. Zuvor muss der Anwärter jedoch den Weg durch die Askese gehen. Nur ein fettfreier Körper erwirbt die Voraussetzungen für den langen Transformationsprozeß zum Lichtmenschen.

Ein dicker Körper wird alt, krank und stirbt. Sein Geist wird träge, faul und griesgrämig. Sein Geist und seine Seele wird nie die Schönheit des Erwachens aus der zweiten Hölle erleben. Heilslehren klingen aus seinem Munde zynisch.

In einer Gemeinde in der alle Wein saufen ist das Wasserpredigen nur noch hohles Ritual. Die Erlösung irdischer Qualen wird ins Jenseits vertragt. Heil sein verkommt zur transzendenten Worthülse.

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